Gemeinsame Fahrt zum Tribunal – Nächste Mahnwache in Berlin am 5. Juli

Gemeinsam mit Familie, Angehörigen und Freunden von Burak reisen wir am Wochenende nach Köln zum Tribunal ‚NSU-Komplex-auflösen‘. Dort sind wir am Forum der Angehörige, Betroffene und Initiativen beteiligt und haben einen Info-Tisch.

Am 5. Juni wird es deswegen keine Mahnwache in Berlin geben, doch ihr könnt euch den 5. Juli schonmal im Kalender markieren für die nächste Mahnwache.

Wir sehen uns in Köln!

PS.
Mit Bestürzen haben wir von der Abschiebung von Selami Prizreni, Aktivist und Musiker, gehört und fodern ebenfalls seine sofortige Rückkehr Petition für Selami Prizreni / Roma Center Göttingen. Eigentlich wollte er beim NSU-Tribunal auftreten und teilnehmen…

Köln 19. Mai FORUM – Solidarische Perspektiven und Strategien

Beim Tribunal ‚NSU-Komplex-auflösen‘ 17. bis 21. Mai in Köln an der Keupstraße

Angehörige, Betroffene und Initiativen laden ein<br />
Freitag I 19. Mai 2017 I 10.00 bis 15.00 Uhr<br />
FORUM<br />
Solidarische Perspektiven und Strategien des Widerstandes

Angehörige und Betroffene von rechter/rassistischer Gewalt und Initiativen kommen zusammen zu einem Austausch über Solidarische Perspektiven und Strategien des Widerstands.
Ein wichtiger Aspekt dabei der länderübergreifende, communityübergreifende Austausch und Perspektive.
Rassististische Morde und Angriffe haben System …nicht nur seit dem NSU-Komplex …und nicht nur in Deutschland

Ort: Halle am Rhein (SSM) / Am Faulbach 2 / 51063 Köln
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Mittwoch 10. Mai 2017 – Broschürenvorstellung und Podiumsdiskussion zum NSU-Verfahren

Mittwoch 10.05.2017 – 19 Uhr // aquarium (Skalitzer Str. 6, neben Südblock) U-Kottbusser Tor

Auf dem Podium:
- Charlie Kaufhold
- Juliane Lang
- Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş
- Forschungsgruppe RechtRaumNSU
- Massimo Perinelli (Tribunal ‚NSU-
Komplex auflösen‘)

Demnächst endet der Prozess am Münchener Oberlandesgericht gegen Beate Zschäpe, das verbleibende Mitglied der Kerngruppe des NSU-Netzwerks und vier Unterstützer. Die versprochene lückenlose Aufklärung der Morde des NSU sowie die Untersuchung der Verstrickungen der Behörden in diese rassistische Verbrechensserie sind ausgeblieben. (mehr…)

5.5. Mahnwache in Gedenken an Burak Bektaş

von 17 bis 19 Uhr am Tempelhofer Feld
Eingang Herrfurthstraße/ Oderstraße

Einen Monat nach der Grundsteinlegung für den Gedenkort für Burak Bektaş wollen wir Euch am Tempelhofer Feld über unsere Forderung nach Aufklärung, was die letzten fünf Jahre passiert ist und den Gedenkort Burak Bektaş informieren.

Kommt vorbei!

24.04.2017 Gedenken an Nguyễn Văn Tú – 25. Todestag

Kundgebung und Podiumsveranstaltung im Anschluss!

Nguyen Van Tu lebte ab 1987 als Vertragsarbeiter in der DDR. Am 24. April 1992 wurde er in Berlin-Marzahn am Brodowiner Ring von einem Neonazi erstochen.

Damals fand ein Trauermarsch mit ca. 2000 Teilnehmer_innen statt.25 Jahre danach ist seine Geschichte in der Öffentlichkeit weitgehend in Vergessenheit geraten. Auch heute sind rassistische Übergriffe auf Menschen und ihre Unterkünfte alltäglich. Genauso wie damals kämpfen heute viele Menschen um einen Aufenthaltsstatus und Schutz vor Gewalt. Am 25. Todestag wollen wir an Nguyen Van Tu erinnern.

Ort: Marzahn, Brodowiner Ring 8 (Öffis: Tram M6 bis Brodowiner Ring)

direkt im Anschluss an die Kundgebung (10 Minuten laufen)

Veranstaltung: die 90er Jahre – Rassismus und Widerstand

Mit dem Ende der DDR verloren auch die sogenannten Vertragsarbeiter_innen ihren Aufenthaltsstatus, darunter viele Vietnames_innen. Dagegen formierte sich ein Widerstand, in dem für ihr Bleiberecht und Arbeit gekämpft wurde. Neben der Bedrohung durch staatliche Abschiebepolitk waren sie Ziel von massiver rassistischer Gewalt: von Seiten der Polizei, als auch durch Rassisten und Neonazis.

Über die Geschichte und die Situtation mehr als 25 Jahre danach sprechen Zeitzeug_innen der „Vereinigung der Vietnamesen in Berlin und Brandenburg“, „Reistrommel e.V.“ und weitere Personen aus deutsch-vietnamesischen Communities.

Ort: Jugendfreizeiteinrichtung Anna Landsberger, Prötzeler Ring 13, 12685 Berlin (Öffis: Tram M6 bis Brodowiner Ring)

http://www.asta.asfh-berlin.de/

Beitrag bei Radio Aktiv Berlin am 12.04.2017 zur Gedenkort Einweihung

(16 min.) link

Bericht von der Grundsteinlegung für ein Denkmal in Erinnerung für Burak
Bektaş, der 2012 in Neukölln von einem Unbekannten ermordet wurde. Redebeitrag der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş am 5. April zur Grundsteinlegung für den Gedenkort Burak Bektaş.

Die ganze Sendung von Radio Aktiv Berlin vom 12. April 2017 findet ihr unter mixcloud.com/RadioAktivBerlin

Fotos vom 5. Jahrestag der Ermordung von Burak Bektaş

Pressekonferenz & Grundsteinlegung am 05.04.2017

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Redebeitrag der Initiative für Gedenken an Mahmud Azhar

anlässlich der feierlichen Grundsteinlegung für einen Gedenkort für Burak Bektaş:

Im März 1990 erschien ein Nachruf in der Zeitschrift Interim mit dem Titel: „Wir trauern um unseren pakistanischen Freund Azhar, der letzte Woche, im Alter von 40 Jahren starb, weil er ein Ausländer war“

Mahmud Azhar war Doktorand und wissenschaftlicher Arbeiter an der Freien Uni Berlin. Am 7. Januar 1990, vier Monate vor seiner Promotion, und nicht lange nach dem Fall der Mauer, inmitten des nationalistischen Taumels in Ost- und Westdeutschland, wurde er hier in Berlin rassistisch angegriffen. Ein DDR Bürger hat ihn auf dem Campus der FU rassistisch beschimpft und bedroht. Daraufhin hat Mahmud Azhar sich in ein Gebäude der Universität geflüchtet. Dort wollte er die Polizei um Hilfe rufen. Vergeblich. Wieso auf seine zwei Anrufe niemand reagierte, ist bis heute unbeantwortet. Der deutsche Rassist schlug ihn mit einem Feuerlöscher auf den Kopf. Das endete tödlich. Am 6. März 1990, zwei Monate nach dem Angriff, erlag Mahmud Azhar seinen Verletzungen. Er schaffte es 40 Jahre alt zu werden in Deutschland. (mehr…)

Redebeitrag der Burak-Ini deutsch/türkçe

(türkçe aşağı)

Liebe Familie Bektaş, liebe Angehörige, liebe Familie Holland, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

wir sind heute hier, am 5. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş und wollen gemeinsam das Fundament legen für einen Gedenkort für Burak. Es ist ein erste Schritt hin zu einem angemessenen Gedenken, um Burak zu erinnern. Der geplante Gedenkort steht für all den Schmerz, die Trauer und die Wut, welche seine Angehörigen seit dem Mord begleiten. Er ist der Spiegel des Prozesses von Erinnern und Kampf um Gewissheit.

5 Jahre sind vergangen. 5 Jahre der Ungewissheit. 5 Jahre des Kampfes um Aufklärung. 5 Jahre Trauer, Schmerz und Wut. 5 Jahre sind eine lange Zeit. 5 Jahre sind eine kurze Zeit. (mehr…)

Möllner Freundeskreis Rede am 05.04.2017 bei der Grundsteinlegung für Burak, an seinem 5. Todestag

(6 min.) link

Ab 18:30 fand die Gedenkkundgebung und Grundsteinlegung für den Gedenkort Burak Bektaş statt. Hier dokumentieren wir den Redebeitrag des Freundeskreis im Gedenken an die rassistischen Brandanschläge in Mölln 1992.
Redebeitrag als PDF

Vielen Dank für den Redebeitrag.

Rede von Familie Holland & Grußbotschaft von Osman Taşköprü

Gehalten bei der Gedenkkundgebung & Grundsteinlegung am 5. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş am 5. April 2017

Rede der Eltern von Luke Holland

Schwere Vorwürfe gegen die Berliner Staatsanwaltschaft und Polizei werden auch von Familie Holland, den Eltern des am 20.9.2015 von Rolf Zielezinski ermordeten Luke erhoben.
Sie solidarisieren sich mit Familie Bektaş.

Übersetzung der Rede der Eltern von Luke Holland am 5.4.2017 bei der Gedenksteinlegung für den Gedenkort Burak Bektaş zum 5.Jahrestag seit seiner Ermordung:

„Ich kann das Leid der Familie Bektaş nicht lindern. Aber ich kann die Polizei kritisieren und den Rechtsstaat.

Wir sind bestürzt, wie der Richter in Luke´s Fall, behaupten konnte, Zielezinski sei kein Nazi. Er hatte so viele illegale Waffen, Nazi-Devotionalien, Adolf Hitler-Büsten in seiner Wohnung, Gerätschaften zum herstellen von Munition und trotzdem behauptet der Richter, dass er kein Nazi wäre. Das ist eine völlige Fehleinschätzung.

Wir glauben, dass wenn die Polizei ihre Aufgabe in Burak Bektaş´s Fall erfüllt hätte, könnte unser Sohn noch am Leben sein.

Dass hätte zwar Burak nicht geholfen, aber unser Sohn wäre nicht ermordet worden. Es würde Gerechtigkeit bringen.“ (Herr Holland, Luke´s Vater)

„Ich bitte alle aufrichtigen Eltern in Deutschland, die uns jetzt hier sehen, ich frage sie , womit haben unsere Söhne, guten, unschuldigen, hart arbeitenden Söhne das verdient?

Bringt Burak´s Mörder vors Gericht! Und wir persönlich haben keinerlei Zweifel daran, dass dieser Mann Rolf Zielezinski ist.“ (Frau Holland, Luke´s Mutter)

*****

Grußwort-Nachricht von Osman Taşköprü

aufklaeren.blogsport.eu

Ich wünsche der Familie viel Geduld und Kraft es ist schwer mit der Ungewissheit zu leben was mit dem Familienangehörigen passiert ist sie sollen nicht aufgeben immer weiter machen ich weiß wie schwer es ist damit zu leben daher wünsche ich der Familie Bektaş viel Erfolg und eine baldige Aufklärung des Falles ihres Sohnes schön Gruß Osman Taşköprü aus Hamburg.

Rede aus Hellersdorf

Wir sind eine Initiative zum Gedenken an rassistische Morde in Marzahn-Hellersdorf. Wir gedenken heute mit euch an Burak Bektaş. Wir möchten der Familie, den Freund_innen und Unterstützer_innen von Burak Bektaş unser Mitgefühl und unsere Solidarität ausdrücken. Wir unterstützen euren Kampf um Aufklärung und gegen das Vergessen. Wir bewundern eure jahrelange Arbeit für eine lebendige Erinnerungskultur. Rassistische Gewalt und Rassismus der Behörden muss sichtbar gemacht werden, wo auch immer sie passiert oder passiert ist. (mehr…)

Grussbotschaft aus Kassel

Liebe Familie Bektaş, liebe FreundInnen,

Wir, die Initiative 6. April, schicken dieses Grußwort aus Kassel und sind mit dem Herzen und in Gedanken heute bei euch, auch wenn wir leider nicht persönlich kommen konnten.
Fünf lange Jahre sind vergangen seitdem Burak nicht mehr unter uns weilt. Fünf Jahre voller Trauer,Schmerz und Ungewissheit. Niemand, liebe Melek Bektaş und lieber Ahmet Bektaş, kann die Bedeutung des Verlustes Ihres eigenen Kindes ermessen und niemand kann Ihren Schmerz nachempfinden oder stillen, den Sie seit dem Tod Ihres Sohnes erleben. Was uns aber heute möglich ist: An Ihrer Trauer teilnehmen und Sie zu unterstützen bei dem, was Sie brauchen und bei dem was Sie fordern: Die Aufklärung des Mordes an Ihrem Sohn. (mehr…)

Grußwort der Initiative in Gedenken Jaja Diabi

Die Morde an Burak Bektaş und Jaja Diabi haben, so unterschiedlich sie auf den ersten Blick scheinen, viele Gemeinsamkeiten.

Burak wurde im Rahmen eines rassistischen Mordes auf offener Straße erschossen. Von einem Täter ohne Skrupel, der geplant und berechnend handelte. Der Täter ging hier in Neukölln bewusst auf die Gruppe junger Männer zu, die dem weißen rassistischen Selbstbild Deutschlands nicht entsprachen. Der Rassismus des Täters und der deutschen Gesellschaft, der Burak und seine Freunde durchgehend als Anders und Fremd markiert, war dabei die Grundlage des Mordes. (mehr…)

Pressekonferenz der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş anlässlich des 5. Todestags am 5.4.2017

Bilanz

Wir als Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş haben heute zu dieser Pressekonferenz eingeladen, um eine Bilanz der letzten fünf Jahre zu ziehen, die seit dem Mordanschlag auf Burak Bektaş und seine Freunde vergangen sind. Diese Bilanz sieht folgendermaßen aus:

Fünf Jahre nach Buraks Tod gibt es immer noch keine Gewissheit für die Angehörigen. Der Mord ist nicht aufgeklärt.

In Neukölln sowie anderen Teilen Berlins herrscht angesichts der unaufgeklärten Gewalttat weiterhin Verunsicherung, insbesondere unter Jugendlichen, die von Rassismus betroffen sind.

Es gab keine ausreichenden Ermittlungen in Richtung eines möglichen rassistischen Tatmotivs – oder diese Ermittlungen wurden nicht ausreichend in den Akten dokumentiert

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat keine Ermittlungsergebnisse vorzuweisen.

Forderungen

Vor diesem Hintergrund sind wir heute auch hier, um Forderungen zu stellen. Nach fünf Jahren Ungewissheit und nicht zuletzt auch mit Blick auf die Erkenntnisse über den NSU-Komplex fordern wir, dass die Ermittlungen zum Mord an Burak Bektaş komplett neu aufgerollt werden. Die Frage, ob der Mordanschlag auf Burak und seine Freunde eine NSU-Nachahmertat oder ein anderweitig rassistisch motivierter Mord war, stellt sich heute noch genauso wie vor fünf Jahren.

Grundsätzlich fordern wir Transparenz seitens der Behörden gegenüber den Angehörigen und der Öffentlichkeit. Dabei geht es zum einen um die Frage: Was wurde bisher getan, um hinsichtlich eines möglichen rassistischen Tatmotivs zu ermitteln und was nicht? Welchen Hinweisen wurde in welcher Form nachgegangen? Wie und nach welchen Kriterien wurde bisher ermittelt? Was meinen die zuständigen Ermittler, wenn sie sagen, sie hätten „in alle Richtungen geprüft“? Wichtig ist vor allen Dingen aber auch: Wie sieht es aktuell aus? Werden aktuell überhaupt noch Ermittlungen durchgeführt? Gibt es Ansätze, um doch noch zu Ermittlungsergebnissen zu kommen? Das sind Fragen, auf die wir gerne Antworten hätten. (mehr…)



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