Der Kuaför aus der Keupstraße / Keupstrasse‘deki Kuaför

Dienstag, 23. Februar 2016 – 20 Uhr im Filmtheater am Friedrichshain (Bötzowstraße 1-5, 10407 Berlin)

Die Premiere des Dokumentarfilms „Der Kuaför aus der Keupstraße/Keupstrasse‘deki Kuaför“ hat am 27. Januar 2016 in Anwesenheit des Regisseurs Andreas Maus in Köln stattgefunden. Es ist ein beeindruckender, intensiver Film – und der erste Kinofilm der sich mit den Folgen des NSU-Terrors beschäftigt. Am Beispiel des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße 2014 wird erzählt, wie Polizei und Ermittlungsbehörden die Opfer des NSU-Komplex über Jahre in die Mangel genommen und sie systematisch zu Tätern gemacht haben. An der beeindruckenden Veranstaltung im Schauspielhaus Köln nahmen auch viele Opfer und Familien der Betroffenen teil, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Unterstützer*inneninitiative „Keupstraße ist überall!/Her yer Keupstrasse“.

In Zusammenarbeit mit dem Real Fiction Filmverleih und der Kölner Initiative gibt es vor dem bundesweiten Kinostart auch eine Vorpremiere in Berlin. Regisseur Andreas Maus wird anwesend sein, dazu weitere Gäste aus Köln. Die „Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş“ organisiert die Veranstaltung vor Ort und lädt Euch herzlich zur Vorführung mit anschließender Diskussion ein. Ihr Kommen zugesagt haben auch die Familie des 2012 in Berlin ermordeten Burak Bektaş und ihr Anwalt Ogün Parlayan (auch Nebenklagevertreter im NSU-Prozess in München), Onur Özata (Nebenklagevertreter des in 2015 Neukölln Ermordeten Luke Holland) sowie Canan Bayram (Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses).
Unterstützt wird die Veranstaltung darüber hinaus vom „Berliner Städte-Forum“ (Berliner Vorbereitungsgruppe des für 2017 geplanten Tribunals in Köln zur Anklage des „NSU-Komplex“ und des Rassismus in Deutschland).

Gewünscht ist ein offener Raum für gemeinsame Gespräche und Diskussionen nach dem Film zum Thema NSU-Komplex und möglichen Konsequenzen und Schlussfolgerungen daraus.

Veranstaltungsflyer, Plakate liegen aus im: Café „k-fetisch“, Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin-Neukölln.

Informationsmaterial zum Film und Link zum Trailer