Archiv für April 2016

Mahnwache in Gedenken an Burak Bektaş

Donnerstag 5. Mai 2016 // 13-15 Uhr
Todesstelle gegenüber Krankenhaus Neukölln
(Rudower Str. 51, U Britz Süd)


Einen Monat nach dem 4. Todestag Burak Bektaş treffen wir uns wieder an der Todesstelle. Nachdem die dortige Gedenktafel mutwillig beschädigt wurde, werden wir sie durch eine neue ersetzen. Außerdem wollen wir die Stelle schön machen, bringt dafür gerne Blumen und andere Dinge mit! Das Gedenken an Burak Bektaş muss seinen Platz haben.

Dies fordern wir auch mit unserer neuen Kampagne für einen „lebendigen Gedenkort“. Wir wollen gemeinsam mit den Angehörigen und Freund*innen von Burak einen sichtbaren und lebendigen Gedenkort schaffen, um die Erinnerung an Burak wachzuhalten.

Für ein sichtbares und lebendiges Gedenken!

www.gedenkort-fuer-burak.org

Pressemitteilung zum Prozess gegen Rolf Z.: Einschüchterung der kritischen Öffentlichkeit

Prozessbeobachterin im Gerichtsgebäude tätlich angegriffen /
Sicherheitspersonal greift nicht ein /
Aufruf zur Prozessbeobachtung am 25.4.

Am Montag, den 18.4.2016 sind im Hochsicherheitsbereich des Amtsgerichts Tiergarten Beobachter_innen des Prozesses gegen den mutmaßlichen Mörder von Luke Holland, Rolf Z., bei den Sicherheitskontrollen von einer Gruppe von ca. zehn Personen, die dem Spektrum der Reichsbürger zuzuordnen sind (sog. „Reichsbürger“) verbal und auch tätlich angegriffen worden. Eine Prozessbeobachterin erlitt dabei einen Knöchelbruch. Das anwesende Sicherheitspersonal des Gerichts griff auch nach deutlicher Aufforderung nicht ein. Während innerhalb der Sicherheitsschleuse des Hochsicherheitsbereichs mehrere Personen aus dem Spektrum der sog. „Reichsbürger“ ungehindert Prozessbeobachter_innen angreifen konnten, waren die fünf anwesenden Justizbeamten damit beschäftigt, eine einzelne Angehörige Luke Hollands bis auf die Socken zu filzen – obwohl sie den Angriff sahen und hörten.

Ulrike Schmidt, Augenzeugin und Sprecherin der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş erklärt dazu: „Obwohl weithin bekannt ist, dass die sog. Reichsbürger weder Migrant_innen noch Antifaschist_innen gegenüber wohlgesonnen sind, hat das Gericht zeitgleich zum Prozess gegen Rolf Z. einen Verhandlungstermin für einen Prozess aus deren Kreisen angesetzt. Die Reichsbürger mussten so den gleichen Nebeneingang benutzen wie die Beobachter_innen des Prozesses gegen Rolf Z. Das Gericht trägt die Verantwortung für diesen Angriff, da es nicht für die Sicherheit der Prozessbeobachter_innen garantieren konnte.“
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Wir gedenken Muzaffer Türkoğlu; Betroffener des Anschlags Keupstr. / Köln – verstorben am 19. April 2015

DIE REISEN DES MUZAFFER TÜRKOĞLU

Vor einem Jahr ist Muzaffer Türkoğlu am 19.04.2015 im Alter von 72 Jahren verstorben ist. Er litt viele Jahre nach dem Anschlag noch an dessen Folgen, wie Ängsten und Schlafstörungen.

Muzaffer war einer der Opfer des rassistischen Bombenanschlags in der Kölner Keupstraße im Juni 2004. Er war Berliner zum Zeitpunkt des Bombenanschlags und war bei der Tageszeitung „Sabah“ als Journalist im Bereich Sport tätig. Er war nur nach Köln gereist, um gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder, der zu diesem Anlass extra aus der Türkei einreiste und einem Freund Zeit zu verbringen, die Stadt zu zeigen… (mehr…)

Bericht vom 5. Prozesstag (4.4.) – Prozessbeobachtung „Rechter Mord in Neukölln?“ – Der Mord an Luke Holland am 20. Sept 2015

Die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş hat zur Beobachtung des Prozesses gegen Rolf Z., den mutmaßlichen Mörder von Luke Holland, aufgerufen: Link

Bisher waren 8 Prozesstage angesetzt, der 7. (am 11.4.) fiel wegen einer Erkrankung eines Mitglieds des Gerichts aus.
Am morgigen 9. Prozesstag (Montag, den 18.4.) wird nur bis zur Mittagspause verhandelt. Am Montag, den 25.4. geht es ganztägig weiter.

Es folgt ein (subjektiver) Prozessbericht der Antirassistischen Initiative vom 5. Prozesstag (4.4.2016):

Heute ist der 5. Verhandlungstag. Prozessbeobachtung ab der Mittags-Pause:
Es wird bekannt, dass Rolf Z. zu keinem Zeitpunkt einen Waffenschein besaß. Alle drei bisher im Prozess thematisierten Waffen, die in der Öffentlichkeit teilweise als „Schauwaffen“ bezeichnet wurden, waren, so der Sachverständige des Gerichts, Heimann, „manipuliert, umgebaut“. Es wurden „professionelle Schweißungen und Bohrungen festgestellt“ (s. 3. Prozesstag). Rolf Z. verstieß mit jeder einzelnen dieser Waffen gegen das Waffengesetz. (mehr…)

Fotos & Presse


mehr Fotos

11.04.2016 Neues Deutschland: Wir spüren noch den Schmerz in unseren Herzen
11.04.2016 Facetten Neukölln: Sichtbarer und lebendiger Gedenkort” für den in Neukölln ermordeten Burak Bektas gefordert
10.04.2016 taz: Vierter Todestag Burak Bektaş – Zwei Morde, viele Parallelen
10.04.2016 Muhabirce: Burak Bektaş‘ı kim öldürdü
10.04.2016 Gazete Hamburg: Almanya‘da Burak Bektaş Cinayeti Dört Yıldır Aydınlatılamadı
09.04.2016 FHE Köln Radyosu: Der Fall Burak Bektaş muss neu aufgerollt werden
08.04.2016 unsere Zeit: Forderung nach Aufklärung erneuert – Gedenkdemonstration in Berlin-Neukölln
07.04.2016 Radio Berlin 88.8: Der ungeklärte Mord an Burak

Ein Gedenkort für Burak Bektaş!


Zeitgleich mit unserer heutigen Demonstration zum 4. Todestag von Burak Bektaş (14 Uhr, Krankenhaus Neukölln) startet unsere neue Kampagne für einen „lebendigen Gedenkort“. Wir wollen gemeinsam mit den Angehörigen und Freund*innen von Burak einen sichtbaren und lebendigen Gedenkort schaffen, um die Erinnerung an Burak wachzuhalten.

Dafür wird ab sofort die Webseite www.gedenkort-fuer-burak.org wachsen. Guckt vorbei und beteiligt euch!

Bericht vom 6. Prozesstag (6.4.) – Prozessbeobachtung „Rechter Mord in Neukölln?“ – Der Mord an Luke Holland am 20. Sept 2015

Erinnerung: Kommt zur Demonstration zu Burak’s 4. Todestag Morgen 9. April 2016 – 14:00 Uhr
Berlin: Rudower Straße 51, gegenüber dem Krankenhaus Neukölln

Die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş hat zur Beobachtung des Prozesses gegen Rolf Z., den mutmaßlichen Mörder von Luke Holland, aufgerufen: Link

Es folgt ein (subjektiver) Prozessbericht der Antirassistischen Initiative vom 6. Prozesstag (6.4.2016):

Heute waren nur Bekannte und Freunde mit rechten Tendenzen aus dem Umfeld von Rolf Z. als Zeugen geladen. Es war bei allen eine ziemlich quälende Angelegenheit, das Gericht gab sich keinerlei Mühe, die Zeugen zu brauchbaren Aussagen zu bewegen. Es hat zwar immer wieder die Aussage bei der Vernehmung der Zeugen bei der Polizei vorgehalten, aber mit keinerlei Konsequenzen gedroht, wenn Zeugen das Gegenteil von ihrer polizeilichen Aussage gesagt haben. Das Ganze führte so weit, (mehr…)

Pressemitteilung: Neuer Gedenkort soll an Burak Bektaş erinnern

Gedenkdemonstration zum vierten Todestag am Sa, 9.4. /*
*Kampagnenstart für einen „lebendigen Gedenkort“ in der Nähe des Tatorts*

Zeitgleich mit der Demonstration zum vierten Todestag von Burak Bektaș wird am Samstag mit dem Launch der Webseite _http://gedenkort-fuer-burak.org _ eine neue Kampagne zum Gedenken an Burak Bektaş gestartet. Geplant ist ein „lebendiger Gedenkort“ auf einer Grünfläche in der Nähe des Tatorts (Rudower Straße Ecke Laubsängerweg).
Nach dem Willen der Angehörigen und der Initiative soll die dem Bezirk Neukölln gehörende Fläche als Burak-Bektaș-Platz benannt werden. Das Konzept beinhaltet ein Denkmal und einen „Lern- und Gedenkort“.

Seit dem Mordanschlag vor vier Jahren kämpfen Familie und Angehörige darum, dass der Mord aufgeklärt und Burak Bektaș nicht vergessen wird.
Schon früh äußerte Melek Bektaș, Buraks Mutter, den Wunsch nach einem Gedenkort, (mehr…)

Demo zum 4. Todestag von Burak Bektaş

Samstag 9. April 2016 – 14:00 Uhr
Gedenkdemonstration vom Krankenhaus Neukölln (Rudower Str. 51)
bis Ringbahnstr (S-Bahnhof Neukölln
)

Zwei Morde in Neukölln – keine einfachen Erklärungen
WIR FORDERN AUFKLÄRUNG!
AYDINLATILMASINI TALEP EDİYORUZ!

Gemeinsam mit Angehörigen und Freunden von Burak Bektaş und unterstützt durch die Eltern von Luke Holland rufen wir zu einer Demonstration auf, die zwei Tatorte bisher unaufgeklärter Morde in Neukölln miteinander verbindet. Wir laden Sie ein, mit uns am Samstag 9. April ab 14 Uhr auf die Straße zu gehen, um ein deutliches Zeichen zu setzen: Für Solidarität mit den Angehörigen und ihrer Forderung nach Aufklärung!

(türkçe aşağı – english below)

Mord an Burak Bektaş: Seit 4 Jahren keine Aufklärung

Am 5. April 2012 schoss ein unbekannter älterer Mann in eine Gruppe Freunde, die sich in der Nähe des Krankenhauses Neukölln unterhielten. Der damals 22jährige Burak Bektaş wurde bei dem Angriff getötet, zwei seiner Freunde wurden lebensgefährlich verletzt. Es gab keine Beziehung zwischen den Neuköllner Jugendlichen und dem Mörder, (mehr…)

Straßenumbenennung, Demo-Mobi und Presse

Straßenumbenenung in Hamburg an Burak Bektaş Todestag (facebook : Antifa 309)

Demo-Mobi vom Umbruch-Bildarchiv & bei Indymedia-Linksunten

Presse:
07.04.2016 Badische Zeitung: Zwei Morde, viele Fragen – Vor vier Jahren wurde in Berlin Burak Bektas erschossen,
07.04.2016 Jungle World: Es gab bsher keine Gegenüberstellung
06.04.2016 Junge Welt: Der Sammler von nebenan – Hitler-Büste in der Wohnung,

3sat Beitrag zur Ermordung von Burak Bektaş bei Kulturzeit

Der ungeklärte Mord an Burak Bektaş
Vor vier Jahren gab ein bisher unbekannter Täter fünf Schüsse auf fünf junge Migranten in Berlin-Neukölln ab. Für den 22-jährigen Burak Bektaş waren sie tödlich. Doch der Fall ist ungeklärt.

Kulturzeit zum 4. Todestag von Burak Bektaş

Kulturzeit am 5. April 2016

Mahnwache am 4. Todestag von Burak Bektaş : S-Bahn Hermannstr. von 17-19 Uhr

Heute vor vier Jahren – am 4. April 2012 – wurde Burak Bektaş von einem Unbekannten ermordet.

Gemeinsam mit seiner Familie und seinen Freunden trauern wir und fordern konsequente Aufklärung. Wir werden heute um 17 Uhr am S+U-Bahnhof Hermannstraße eine Mahnwache zum Gedenken an Burak Bektaş abhalten und rufen gemeinsam mit der Familie und Freunden am Samstag unter dem Motto „Wir fordern Aufklärung!“ zu einer Demonstration zum 4. Todestag von Burak Bektaş auf.

Zeigen wir den Angehörigen, dass sie mit ihrem Schmerz und ihrer Wut nicht alleine sind!

Burak bleibt unvergessen! Für konsequente Aufklärung!

Pressemitteilung: Mord an Burak Bektaş jährt sich zum vierten Mal

Gedenkdemonstration am Sa, 9.4

Anlässlich des vierten Todestags von Burak Bektaş ruft die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak gemeinsam mit Angehörigen und Familie am 9. April 2016 um 14 Uhr zu einer Gedenkdemonstration auf. Diese wird vom Tatort des Mordes an Burak Bektaş (Krankenhaus Neukölln, Rudower Str. 51) zum Tatort des Mordes an Luke Holland (Ringbahnstr.) führen, die Abschlusskundgebung findet am S+U-Bhf Neukölln statt. Die Eltern von Luke Holland sowie die Eltern von Burak Bektaş unterstützen die Demonstration unter dem Motto „Wir fordern Aufklärung!“

Eine Sprecherin der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas resümiert:
„Eine Konsequenz aus den eklatanten Ermittlungsfehlern bei den NSU-Morden muss sein, dass in Fällen wie dem Mord an Burak Bektaş ein rassistisches Motiv eingehend überprüft und ausgeschlossen wird. In den vergangenen vier Jahren konnten die ermittelnden Behörden nicht glaubhaft machen, . (mehr…)

4. April Luke Hollands Geburtstag

Heute wäre Luke Holland 32 Jahre alt geworden. Wir waren an seiner Todesstelle, um Blumen abzulegen.

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Bericht vom 4. Prozesstag (23.3.) – Prozessbeobachtung „Rechter Mord in Neukölln?“ – Der Mord an Luke Holland am 20. Sept 2015

Es folgt ein (subjektiver) Prozessbericht der Antirassistischen Initiative vom 4. Prozesstag (23.3.2016):

Am 23. März 2016 fand der 4. Prozesstag, zur Ermordung Luke Hollands am 20. September 2015 statt.

Die Mutter von Burak Bektaş und sein jüngerer Bruder waren heute unter den Prozessbeobachter_innen. Zwei Angehörige eines möglicherweise von einem Rassisten ermordeten jungen Mannes besuchen einen Prozess besuchen, um den Eltern eines anderen Mordopfers bei zu stehen und müssen die Sicherheitskontrollen eines „Terrorprozesses“ über sich ergehen lassen. Seit dem Auffliegen des NSU scheint sich in der BRD nichts geändert zu haben. Sie werden wie Unterstützer_innen einer terroristischen Vereinigung behandelt, nur weil sie die Aufklärung des Mordes an Burak wollen, ihres Sohnes und Bruders, ihr gutes Recht – mehr nicht.

Bis zur Mittagspause wurden drei Besucher_innen des Clubs Del Rex befragt. Sie berichteten, dass ein älterer weißhaariger Mann angetrunken am Tresen saß. Ein Zeuge berichtete, dass er vom Barbetreiber wusste, dass der weißhaarige Mann (mehr…)