Archiv für Juni 2016

Mahnwache in Gedenken an Burak Bektaş im Juli

Dienstag, 5. Juni 2016 | 15-17 Uhr | Maybachufer/Kottbusser Damm | Berlin

Wenn im Süden Neuköllns innerhalb von dreieinhalb Jahren zwei Morde mit möglicherweise rechtem/rassistischem Hintergrund begangen werden, kann nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden!

So werden wir am 5. Juli 2016 beim Markt am Maybachufer unsere monatliche Mahnwache in Gedenken an Burak Bektaş und für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş abhalten.

Ihr seid herzlich eingeladen vorbei zu kommen.

Bericht vom 17. Prozesstag gegen den mutmaßlichen Mörder Rolf Z., Berlin, Amtsgericht -Tiergarten, 27.6.2016

Die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş hat zur Beobachtung des Prozesses gegen Rolf Z., den mutmaßlichen Mörder von Luke Holland, aufgerufen: Link

Der nächste Prozesstermin ist für Freitag, der 1. Juli um 9 Uhr angesetzt. Weitere Termine sind Montag der 4. und Montag der 11. Juli.
Die letzten Terminen fanden in einem anderen Saal, ebenfalls Hochsicherheit, Nr. 129 a oder b oder 218 statt, jeweils über einen extra Eingang links neben dem „normalen“ Wilsnacker Str. Eingang.
Prozess gegen Rolf Z. bei Richter Miczajka, Bitte am Eingang erfragen oder Aushang beachten.

Bericht vom 17. Prozesstag gegen den mutmaßlichen Mörder Rolf Z., Berlin, AMTSGERICHT-Tiergarten, 27.6.2016

Prozessbeteiligte/Anwesende:
Richter, Staatsanwälte, Herr Kasten (Sachverständiger) wie gehabt. Rolf Z. und seine 2 Verteidiger.
Als Nebenkläger_in die Eltern von Luke Holland. Nebenklägeranwälte

Ein Freund und Arbeitskollege von Luke Holland ist anwesend mit seiner Frau und dem Baby. Das Britische Konsulat ist zugegen.

Zeuge: Herr Philipp C., Ballistik.
Überraschender Zeuge für heute, Herr C., Ballistik, ist auf Antrag der Verteidigung vorgeladen, Anhörung findet statt. Dieser wird auf eine Beurteilung bezüglich der Blutspuren an dem Beweisstück Ledermantel hin befragt. Er wird als Experte, der in einem internationalen Team forsche, hinzugezogen, um darzulegen, wie nach ballistischen Untersuchungen wissenschaftlich/kriminaltechnisch usw. (mehr…)

Grußbotschaft zur Kundgebung „Noch nicht einmal Aufklärung!“

in Gedenken an Süleyman Tasköprü am 25.06.2016 in Hamburg

Grußbotschaft der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas:

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der heutigen Veranstaltung im Gedenken an Süleyman Taşköprü,

der Schmerz, den die Ermordung von Süleyman Taşköprü für diejenigen Menschen bedeutet, die ihn schätzen und lieben, ist nicht in Worte zu fassen. Unser tiefstes Mitgefühl gilt heute der Familie, sowie allen Menschen, die Süleyman geliebt haben.

Doch heute ist nicht nur ein Tag der Trauer, sondern auch der Tag, um daran zu erinnern, was noch geschehen ist: Ermittler ermittelten nach dem Leitmotiv, eine Verstrickung Taşköprüs in eine so genannte „organisierte Kriminalität“ nachzuweisen, Medien hinterfragten diese Vorgehensweise in keinster Weise (mehr…)

Keine Aufklärung im Fall Jusef El-A.

Mitte Juni endete ein Prozess vor dem Berliner Landgericht gegen zwölf Neuköllner Jugendliche. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautete „besonders schwerer Landfriedensbruch“ und Beteiligung an einer Schlägerei „durch die der Tod eines Menschen verursacht worden ist“. Einige von ihnen wurden zu Geldstrafen und Leistung von Sozialstunden verurteilt, teilweise kam es zu Einstellungen des Verfahrens. Sven N., der Jusef El-A. im Laufe dieser „Schlägerei“ mit mehreren Messerstichen tötete, wurde weder angeklagt noch musste er vor Gericht als Zeuge aussagen.

Was war passiert?

Laut Zeugenaussagen entstand am 4. März 2012 zwischen zwei weißen Erwachsenen und einigen Jugendlichen mit mehrheitlich migrantischem Hintergrund auf einem Neuköllner Fußballplatz ein Streit, der schließlich in eine Schlägerei eskalierte. (mehr…)

Bezirksamt Neukölln prüft Gedenkort für Burak

Mit großer Mehrheit spricht sich die Neuköllner BVV dafür aus, das Bezirksamt anzuweisen, die Nutzung der Grünfläche Rudower Straße/Laubsängerweg zur Errichtung eines Gedenkortes für Burak Bektaș zu prüfen.

Die Neuköllner BVV beschloss auf ihrer gestrigen Sitzung mit den Stimmen von SPD, Grüne, Piraten und Linke das Bezirksamt anzuweisen, eine Nutzung der Grünfläche Rudower Straße Ecke Laubsängerweg durch die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaș zu prüfen.

„Wir hoffen auf grünes Licht aus dem Bezirksamt noch vor den Wahlen, um mit den nächsten notwendigen Schritten Finanzierung und Beantragung behördlicher Genehmigungen beginnen zu können.“
(Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaș)

Bereits am 26. Mai präsentierten Mitglieder der Initiative ihr Konzept für einen „lebendigen Gedenkort“ in der öffentlichen Sitzung des Integrationsausschusses. Auch Melek Bektaș, Mutter des ermordeten Burak Bektaș nahm an der Sitzung teil und dankte den Abgeordeneten aller Parteien für ihre Unterstützung. (mehr…)

Berichte vom 9. und 13. Prozesstag (18.4. und 8.6.) – Prozessbeobachtung „Rechter Mord in Neukölln?“ – Der Mord an Luke Holland am 20. Sept 2015

Die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş hat zur Beobachtung des Prozesses gegen Rolf Z., den mutmaßlichen Mörder von Luke Holland, aufgerufen: Link

Bisher waren insgesamt 13 Prozesstage angesetzt. Es folgen zwei Prozessberichte: Ein Bericht vom 9. Prozesstag (18. April). ((Nach dem 10. Prozesstag (25. April) gab es eine längere Pause mit zwei Kurzterminen (Überbrückungstermine 11. und 12. Prozesstermin 11. und 25. Mai).)) Letzte Woche wurde der Prozess mit dem 13. Prozesstermin fortgesetzt.

Der nächste Prozesstermin ist morgen, Montag, der 13. Juni um 9 Uhr. Der ebenfalls angekündigte Mittwochtermin (15. Juni) entfällt. Die letzten Terminen fanden in einem anderen Saal, ebenfalls Hochsicherheit, Nr. 129 b (oder a ?) statt, der über einen Wilsnacker Str. Eingang erreichbar ist. Bitte am Eingang erfragen oder Aushang beachten.

Protokoll Prozess gegen Rolf Z. – 9. Prozesstag am 18. April 2016

Der Zeuge Uwe B., 47, Kriminalbeamter:
Wohnung wurde durch SEK gestürmt, anschließend von Sprengstoffhunden durchsucht (die nichts fanden, aber auf Nachfrage nach Gründen: wohl anders als bei anderen Einsätzen in der gesamten Wohnung sehr unruhig waren – weitere Verstecke, überall Spuren ?) (mehr…)

In the case of the murder of British citizen Luke Holland on Wednesday, June 8th 2016,

the court proceedings against Rolf Z. will be continued at Berlin-Moabit Court House.

The Burak Bektaş Initiative demands: The court needs to focus on the right wing orientation and racist background of the murder. The potential connection with the killing of Burak Bektaş of April 5th 2012 has to be looked into.

Our analyses of the court proceedings up to now:

As an Initiative demanding a thorough investigation in the case of the killing of Burak Bektaş we have been witnessing the process in the murder case of Luke Holland. Rolf Z. had been arrested on the day of the murder (September 20th of last year) and charged with murder. The process against him started March 14th 2016 at Landgericht Berlin at the Moabit Court House.

Concerning the Right-wing/Racist Background and the Miniaturizing of Right Wing Terror

More than half of the process days have passed. The accused remains silent. A number of certified circumstances and witness accounts have made clear that he is the killer. Visitors to dance club Del Rex saw him in the club and later after the deed in the street in front of the club. The killer’s gun was found at Rolf Z.’s sisters apartment, where Rolf Z. had hidden it in the aftermath of the killing. (mehr…)

Prozess zum Mord an Luke Holland

Am Mittwoch 8. Juni wird der Prozess gegen Rolf Z. fortgesetzt.

Wir fordern: Die rechte und rassistische Einstellung seines Mörders müssen in den Vordergrund gerückt werden, die möglichen Zusammenhänge zum Mord an Burak Bektaş behandelt werden.

Unsere bisherige Zwischenbilanz:

Als Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş beobachten wir den Prozess im Mordfall Luke Holland. Gegen Rolf Z. – den mutmaßlichen Mörder – wird seit dem 14. März 2016 vor dem Landgericht Berlin verhandelt.

Zum rechten/rassistischen Hintergrund und der Verharmlosung rechten Terrors

Inzwischen ist der Prozess zur Hälfte um. Der Angeklagte schweigt, ist aber aufgrund der Indizien und Zeugenaussagen überführt. Clubbesucher hatten ihn im Club und nach der Tat auf der Straße gesehen. Die Tatwaffe hatte Rolf Z. nach der Tat bei seiner Schwester versteckt. (mehr…)