Archiv für Oktober 2016

Kundgebung „Für einen Gedenkort Burak Bektaş“ am 29.10.2016 // Eröffnung der Aktonswoche „Widerstand und Gedenken“


Es gibt bisher einige Fotos hier & hier und einen Kurzbericht.

Redebeitrag zum Gedenkort Burak Bektaş, Grundsteinlegung an Buraks 5. Todestag am 5. April 2017.
(6:50 min.) link

Presse:
2016-02-11 Gedenken in Unruhe – Aktionswoche zum fünften Jahrestag der NSU-Aufdeckung: Kundgebung am Tatort eines unaufgeklärten Mordes, Neonaziversammlung in Sichtweite genehmigt Junge Welt

Mobilisierung für Sa 29. Okt 10 Uhr; Aktualisierung wegen kurzfristig genehmigter Nazikundgebung

Parallel zu einer angemeldeten antirassistischen Kundgebung genehmigt die Polizei kurzfristig eine Nazikundgebung gegenüber von Buraks Todesstelle!
Kommt zur Kundgebung „Für einen Gedenkort Burak Bektaş – Nie wieder Nazikundgebungen an der Todesstelle von Burak!“!

Die Entscheidung der Berliner Versammlungsbehörde ist ein Affront gegen die Angehörigen, die migrantische Community und alle, die sich für die Aufklärung des Mordes an Burak und für einen Gedenkort einsetzen. Sie wird als Provokation empfunden und verunmöglicht ein angemessenes Gedenken an Buraks Todesstelle. Gerade vor dem Hintergrund der staatlichen Politik im Zusammenhang mit dem NSU verurteilen wir dieses Vorgehen aufs Schärfste.
Wir rufen auf, zahlreich zur Kundgebung zu erscheinen, um ein deutliches Zeichen für die Forderung nach Aufklärung des Mordes und einem Gedenkort für Burak zu setzen! (mehr…)

PM Erneuter Anschlag auf das Jugendzentrum der Falken in Neukölln // Kundgebung: „Für ein Gedenkort Burak Bektaş. Nie wieder Nazis an der Todesstelle von Burak!

Solidarisiert euch! Kommt zu unserer Pressekonferenz und Kundgebung am 29.10.2016 um 11.00 Uhr gegenüber dem Krankenhaus Neukölln, Rudower Str./Möwenweg, U Britz Süd

„Für ein Gedenkort Burak Bektaş. Nie wieder Nazis an der Todesstelle von Burak!”

Auf das Auto der Geschäftsführerin des Anton-Schmaus-Hauses, dem Jugendzentrum der Neuköllner Falken, ist direkt vor ihrer Wohnung ein Anschlag verübt worden.
„Im Jahr 2011 wurde das Kinder- und Jugendzentrum Anton-Schmaus-Haus in Britz zweimal von Neonazis in Brand gesteckt“, so die Falken Neukölln in ihrer Presseerklärung. Tim Haverland, Vorsitzender der Neuköllner Falken, erklärt: „Wir gehen davon aus, dass auch dieser feige Brandanschlag von Neonazis verübt wurde. Wir wissen, dass wir mit unserer demokratischen Kinder- und Jugendarbeit immer noch im Fadenkreuz von Rechtsextremisten sind.“ (mehr…)

Auswertungen des Prozesses „Luke Holland – Rechter Mord in Neukölln“

Wir freuen uns sehr, zwei ausführliche Auswertungen des Prozesses zur Ermordung von Luke Holland vor dem Landgericht Berlin-Moabit vom 14. März bis 11. Juli 2016 mit 21 Verhandlungstage veröffentlichen zu können.

Viel Spaß beim lesen und vielen Dank an die Autor_innen.

Alles weitere zum Prozess zur Ermordung von Luke Holland findet ihr hier.

PM der Falken Neukölln: Fahrzeug von Falken-Gruppenleitern in Rudow abgefackelt.

Wieder Brandschlag auf Neuköllner Falken

In der Nacht vom 14. zum 15. Oktober 2016 wurde in Berlin-Rudow das Fahrzeug der Geschäftsführerin des Anton-Schmaus-Hauses der Falken Neukölln auf offener Straße in Brand gesteckt. Das LKA Berlin hat das Fahrzeug zu Spurensicherung sichergestellt und die Ermittlungen übernommen. Die Neuköllner Falken waren in den letzten Jahren immer wieder Ziel von Anschlägen aus der rechtsextremistischen Szene. Im Jahr 2011 wurde das Kinder- und Jugendzentrum Anton-Schmaus-Haus in Britz zweimal von Neonazis in Brand gesteckt. (mehr…)

Für einen Gedenkort Burak Bektaş – Nie wieder Nazikundgebungen an der Todesstelle von Burak!

Samstag, 29.10.: Kundgebung am geplanten Gedenkort für Burak Bektaş gegenüber Krankenhaus Neukölln, Rudower Str./Möwenweg, U Britz Süd

11 Uhr Pressekonferenz zum Auftakt der Aktionswoche „Gedenken und Widerstand“, anschließend Küfa
13 Uhr Kundgebungsbeginn

Am 29. Oktober letzten Jahres demonstrierten NPD und Neonazis vor dem Krankenhaus Neukölln – also in unmittelbarer Nähe der Todesstelle von Burak Bektaş. Anlass war der Todestag des NPD-Kaders Jürgen Rieger, der in diesem Krankenhaus 2009 starb. Das wollen wir in diesem Jahr nicht zulassen und rufen zu einer Kundgebung gegen Nazis auf.

Diese Kundgebung ist gleichzeitig der Auftakt für die Aktionswoche „Gedenken und Widerstand“ vom 29.10. bis 06.11.2016 zum 5. Jahrestag des Bekanntwerdens des NSU.

Die wiederholt bekannt gewordenen Aktenvernichtungen durch verschiedene Staatsorgane zeigen, dass der NSU-Staats-Skandal nicht beendet ist. Die Länder Berlin und Brandenburg sind beteiligt, obwohl hier keine Morde verübt wurden. Es wird versucht Quellen/Mitwisser/Mittäter und Verstrickungen in die NSU-Mordserie zu vertuschen.
Auch bei weiteren Morden an Migrant_innen, Geflüchteten oder deren hier geborenen Kindern ist ein entsprechendes Misstrauen in die Ermittlungsbehörden daher angebracht. (mehr…)

Bericht zur Preisverleihung der „Stiftung Ausschwitz Komitee“ in Hamburg am 13.10.2016

Es ist uns eine große Ehre, die Auszeichnung des Hans-Frankenthal-Preis 2016 in Hamburg erhalten zu haben, zusammen mit der Initiative „Gedenken in Harburg“.

Am 13. Oktober nahmen wir in Hamburg den Hans-Frankenthal-Preis der Stiftung Auschwitz-Komitee entgegen. Die Stiftung zeichnet mit dem Förderkreis Gruppen aus, die Aufklärungs‐ und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen leisten. Der Preis würdigt die Initiative für ihr Engagement, sich in Zusammenarbeit mit den Angehörigen von Burak Bektaș seit fünf Jahren für die Aufklärung des Mordes und ein lebendiges Erinnern in Berlin-Neukölln einzusetzen. Der auf 3000 Euro dotierte Preis ging neben uns auch an die Hamburger Initiative Gedenken in Harburg, die sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus im Stadtteil auseinandersetzt.

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Relaunch der Gedenkort-Homepage

http://gedenkort-fuer-burak.org/

Fotos von der Kundgebung am 05.10.2016

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Aktionswoche Gedenken & Widerstand, 29.10. – 06.11.2016

History repeating

Der Gerichtsprozess zur NSU-Mordserie wird 2017 abgeschlossen. Anstatt die dringlichen Anliegen der Angehörigen und der Nebenklage ernst zu nehmen, die politische Bedeutung des NSU für die gesamte deutsche Justiz, den Verfassungsschutz und weitere Ermittlungsbehörden aufzuarbeiten, wurde im Prozess nur die Tatbeteiligung eines kleinen Neonazikreises verhandelt. Die Auffassung, der NSU sei eine kleine Neonazi-Terrorgruppe, kann die Dimension und Reichweite eines bundesweiten rechten Netzwerks, das bis in staatliche Institutionen hineinreicht, nicht erfassen. Unter diesen Umständen der Prozessführung ist Aufklärung kaum zu erwarten. Dennoch haben Angehörige der Opfer, Zeug_innen, Nebenkläger_innen und andere ihr Bestes gegeben, um das Ausmaß dieser Mordserie aufzuarbeiten und den strukturellen und institutionellen Rassismus deutlich zu machen. Wo der Staatsapparat aktiv versagt hat, haben sich Menschen zusammengeschlossen, um etwas zu bewegen und gegen dieses Unrecht zu kämpfen. (mehr…)

Pressemitteilung: Gedenkort für Burak Bektaș gewinnt Hans-Frankenthal-Preis

Grundsteinlegung zum 5. Todestag im April 2017 geplant / Mahnwache am 5.10. in NeuköllnPM als pdf

Die Stiftung Auschwitz-Komitee vergibt den diesjährigen Hans-Frankenthal-Preis neben einer Hamburger Initiative auch an die Initative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaș für den aktuell geplanten Gedenkort für Burak Bektaș. Der Preis würdigt die Initiative für ihr Engagement, sich in Zusammenarbeit mit den Angehörigen von Burak Bektaș seit fünf Jahren für die Aufklärung des Mordes und ein lebendiges Erinnern in Berlin-Neukölln einzusetzen. Die mit insgesamt 3.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am Donnerstag, 13. 10. um 19 Uhr im Lichthof der Staats-und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky verliehen.

Zum 5. Todestag von Burak Bektaș im April 2017 ist die Grundsteinlegung für die zentrale Skulptur des Gedenkortes geplant. Die große Mehrheit der Neuköllner BVV begrüßt dieses Vorhaben mit Beschluss vom Juni 2016. Das Museum Neukölln berät seitdem die Initiative bei der Realisierung des Gedenkortes. (mehr…)

Declaracion de los padres de Luke Holland en el ultimo dia del processo

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Declaración final Phil Holland

Luke era no solo mi hijo sino la persona que mas quería.
Yo lloro muchas veces a solas, tal como lo hacen los hombres.

El era, y debería serlo todavía, inteligente, chistoso, trabajador, servicial y compasivo.
Yo no tenía ni idea que tan servicial y querido, hasta el momento en el que 300 personas vinieron a su entierro, la mayoría desconocidos para mi. (mehr…)