Archiv für April 2019

Stellungnahme von Initiativen, Überlebenden und Angehörigen zum Artikel im Berliner Kurier vom 8.4.2019

- bezüglich der Falschmeldungen im Fall Burak Bektaş:

Burak Bektaş wurde vor sieben Jahren am 05.04.2012 auf offener Straße von einem weißen Mann kaltblütig erschossen. Seine Freunde Jamal und Alex überlebten die Schüsse mit lebensgefährlichen Verletzungen. Die Ermittlungen der Berliner Polizei und der Berliner Staatsanwaltschaft sind nach sieben Jahren ohne Ergebnis. Der Mörder läuft möglicherweise immer noch frei herum oder wurde nicht verurteilt.
Fakt ist, dass es sich bei dem Mord an Burak und dem 4-fachen Mordversuch an seinen Freunden, NUR um ein rassistisches Mordmotiv handeln kann, da alle anderen Motive von den ermittelnden Behörden schon innerhalb der ersten Wochen nach der Tat ausgeschlossen wurden.
Der Angriff auf Burak und seine Freunde erfolgte nur wenige Monate nach der Selbstenttarnung des NSU. Da der Hinrichtungscharakter der Mordtat eine Ähnlichkeit zur NSU-Mordserie aufweist, könnte es sich ebenfalls um eine NSU-Nachahmungstat gehandelt haben. Genau wie schon beim NSU hat die Polizei wieder nichts Besseres zu tun, als das Opfer und seine Familie zu kriminalisieren und den Tätern fragwürdige Motive jenseits von Rassismus zu unterstellen.

Jahre vor dem Mord an Burak und auch danach machte Neukölln Schlagzeilen mit Drohbriefen und Brandanschlägen von Reichsbürgern und Nazis gegen Migranten – wie zuletzt bekannt wurde, sogar mit Wissen der Behörden (im Fall des Brandanschlagopfers Ferhat Kocak). Hinzu kommt die aktuelle Berichterstattung über private Treffen eines LKA-Beamten mit einem Hauptverdächtigen in der Brandanschlagsserie, der bis heute noch immer nicht zur Verantwortung gezogen wurde.

Der Berliner Kurier behauptet in seinem Artikel vom 8.4.2019 Informationen aus dem Polizeiapparat zu haben, nach denen es sich bei dem Mordfall von Burak Bektaş um eine „brutale Racheaktion für einen misslungenen Raubüberfall handeln könnte, an dem Bektaş beteiligt gewesen sein soll“, während Polizeibeamte mit rechtsextremen Tätern Absprachen treffen!

Die Mutter von Burak Bektaş ist entsetzt über die öffentlich verbreiteten haltlosen Verdächtigungen gegen ihren Sohn: „Für unsere ganze Familie ist diese Lüge eine Ungeheuerlichkeit und eine weitere schwere Verletzung. Wir erwarten von dieser Zeitung und von der Polizei, dass es eine Richtigstellung gibt.“

Wir rufen dringend dazu auf, die Stellungnahme der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş und die Forderungen nach Aufklärung und Richtigstellung durch die Familie Bektas gegenüber der Berliner Polizei und dem Berliner Kurier zu unterstützen.
Die Zustände der Berliner Polizei – vor allem in Neukölln – sind schon seit Längerem alarmierend!
Die Falschmeldungen mit Diffamierung von Burak Bektaş kommen einem erneuten Angriff gleich.

Wir teilen die Einschätzung der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş: „Sollten die Quellen des Kuriers tatsächlich in der Polizei verortet werden können, würden aus dem Polizeiapparat heraus Lügen ohne tatsächliche Anhaltspunkte bei Journalist*innen lanciert, die das Andenken Buraks beschädigen sollen.“ Trifft dies zu, werden aus dem Polizeiapparat heraus unwahre Behauptungen an Journalist*innen verbreitet, die das Andenken Buraks beschädigen sollen. In diesen Behauptungen wird Burak ein weiteres Mal vom Opfer zum Täter gemacht.

Wider besseren Wissens so etwas zu behaupten ist ein Skandal und hat nur zum Ziel, falsche Informationen in die Welt zu setzen, um eine rechte und rassistische Stimmung anzuheizen und eine Schmutz-Kampagne gegen Burak, die Familie Bektaş und alle Unterstützer_innen loszutreten.
Wir fordern die Polizei auf, diesen Vorfall aufzuklären und eine Richtigstellung zu veröffentlichen.
Ebenso fordern wir den Berliner Kurier auf, eine Richtigstellung zu veröffentlichen.

Der Vorfall unterstreicht erneut die Forderung der Burak Bektaş Initiative nach einem Parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Es ist aufzuklären, was in Berlin-Neukölln seit Jahren die Aufklärung von rechten/rassistischen Morden, Anschlägen und Angriffen verhindert.
Und er zeigt einmal mehr, dass der Polizeiapparat aus seinem systematischen Versagen im NSU-Komplex offenbar rein gar nichts gelernt hat. Von einer Polizei, die ihre Ermittlungen entlang rassistischer Schablonen führt, ist allem Anschein nach keine Aufklärung zu erwarten.

Wir fordern Aufklärung und Genugtuung für Burak Bektaş und seine Angehörigen.

Faruk Arslan, verlor bei dem rassistischen Brandanschlag in Mölln 1992 seine Mutter seine Mutter Bahide Arslan, seine Tochter Yeliz Arslan und seine Nichte Ayşe Yılmaz.
Ibrahim Arslan, Überlebender des rassistischen Brandanschlages von Mölln 1992, Aktivist und Botschafter für Demokratie und Toleranz
Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
Bündnis „Tag der Solidarität“ – Gedenken an die Opfer des NSU Terrors, Dortmund
Initiative für die Aufklärung des Mordes an Süleyman Taşköprü, Hamburg
Initiative zum Gedenken an Ramazan Avcı, Hamburg
Initiative zum Gedenken an Semra Ertan, Hamburg
Freundeskreis im Gedenken an die rassistischen Brandanschläge von Mölln 1992, Hamburg

Strafanzeige gegen Mitarbeiter*innen des Berliner Landeskriminalamtes

Heute hat die Projektleiterin von ReachOut Strafanzeige gegen Mitarbeiter*innen des Berliner Landeskriminalamtes erstattet.

Berlin, 17. April 2019

Stellungnahme der Berliner Opferberatungsstelle ReachOut zu den aktuellen Rechercheergebnissen von Jo Goll für rbb24 und Kontraste

Die Pressemitteilung von ReachOut lesen: LINK

Petition: Rechter Terror in Berlin – Untersuchungsausschuss jetzt!

Unterschreibt die Petition und verbreitet sie bitte weiter:

Link zur Petition: OPENPETITION

Pressemitteilung „Berliner LKA: Forderung nach Parlamentarischem Untersuchungsausschuss“

Die Veröffentlichungen von „Kontraste“ und „rbb24″ zu Kontakten zwischen einem LKA-Beamten und Neonazis in Berlin-Neukölln unterstreichen unsere Forderung nach einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu der Frage, was seit Jahren innerhalb der Polizei einer Aufklärung von rechten/rassistischen Anschlägen und Angriffen und dem Mord an Burak Bektaş entgegenwirkt. Wir finden diese neuen Informationen ungeheuerlich, unser Vertrauen in die Ermittlungsbehörden ist zerstört.

Bereits in einer Stellungnahme vom 11. April kritisierten wir Fake News zum Fall Burak Bektaş, die vermeintlich aus dem Polizeiapperat heraus in Medien lanciert wurden. Sollte sich dieser Verdacht erhärten, würden aus dem Berliner LKA heraus nicht nur Kontakte zu Neonazis gepflegt werden, sondern auch absichtlich falsche, vermeintliche Informationen gestreut werden, um rechte und rassistische Stimmung anzuheizen. Unsere Initiative hat das Berliner LKA bereits aufgefordert, diesen Vorfall zu klären und eine Richtigstellung zu veröffentlichen.

Unsere Stellungnahme vom 11. April 2019

Solidaritätsschreiben der Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts

Berlin, den 12. April 2019

Liebe Familie Bektaş, liebe Freund*innen von der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş, die Unterstellung, die Hintergründe für die Ermordung von Burak lägen in einer kriminellen Verwicklung, stellt erneut einen Beleg dafür dar, dass innerhalb der Berliner Verfolgungsbehörden institutioneller Rassismus nicht nur existiert, sondern auch ihr Handeln beeinflusst.
Diese im Berliner Kurier mit dem Stichwort inoffizielle Quelle versehene Polizeiaussage muss in Bezug auf ihren personellen Urheber aufgeklärt werden.
Lässt sich doch an dieser Haltung belegen, dass die vielfältigen Hinweise auf eine rassistische Mordtat weiterhin in ihrer Bedeutung nicht angemessen behandelt werden. Vielmehr wird diese Haltung geprägt von einer rassistisch geprägten Entlastung, die aus Unbescholtenen Bescholtene macht und auf diese Weise die Opfer diffamiert. Diese Haltung kennzeichnete
schon von Anfang an die Ermittlungspraxis, so dass viele Indizien, die auf einen rassistischen Tathintergrund verwiesen, vernachlässigt wurden und mittlerweile z. T. nicht mehr verwendungsfähig sind.
Der Kampf um die Aufklärung der Mordtat um Burak ist damit nicht nur ein Kampf um Gerechtigkeit, sondern auch ein Kampf gegen den tief in unserer Gesellschaft und in ihren Behörden verwurzelten Rassismus.
Gerade für letztere gilt die Schlussfolgerung, die Amnesty International bereits im Juni 2016 in ihrem Bericht „Leben in Unsicherheit – Wie Deutschland die Opfer rassistischer Gewalt im Stich lässt“ veröffentlicht hat: „ Die deutschen Strafverfolgungsbehörden haben aus ihrem Versagen beim NSU-Komplex wenig gelernt. Außerdem gibt es deutliche Hinweise darauf, dass deutsche Behörden ein Problem haben: institutionellen Rassismus – also das Unvermögen, alle Menschen angemessen und professionell zu behandeln, unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihres kulturellen Hintergrunds oder ethnischen Herkunft“
Dies mag als schlimmer Vorwurf empfunden werden. Schlimmer empfinden wir jedoch, nichts gegen Rassismus zu tun.
Deshalb fordern wir mit euch die Einrichtung eines Berliner parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der sich zum einen mit den rechten Berliner Gewalttaten auseinandersetzt und zum anderen aber auch die rassistische und stigmatisierende Arbeit der Ermittlungs- und Sicherheitsbehörden auf individueller und insbesondere auf struktureller Ebene zum Gegenstand haben muss.
Unsere Solidarität gilt Melek Bektaş und allen die sich Burak verbunden fühlen.

I. A. der Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts
Jürgen Schulte

Eröffnung der Kundgebung am 7. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş

Aufklären und Gedenken

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

türkisch und deutsch

Rede von Buraks Oma

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

Grussworte der Großmutter in Gedenken an Burak Bektaş – zum 7.Jahrestag seiner Ermordung:

Ich möchte nur ein Miteinander, ein Zusammensein.
Herzlich willkommen an euch alle.

Jedes Mal sind Sie mit uns sind, Gott sei Dank.
Wir kamen alle von Adam und Eva auf diese Welt.
Wir wollen zusammen leben, wir wollen zusammen sein.
Wir wollen keine Kämpfe, keine Kriege.
Gott behüte, wir wollen nicht, dass heute es unser Kind trifft, morgen das Kind von Anderen getötet wird.
Ich möchte DAS nur sagen.
Gott segne euch alle. Einen gesegneten Tag euch.
Gott segne dich.

----

Burak Bektaş´ın katlının 7.Yılında – Anısına Babaannesinin sözleri:

Ben birlik beraberlik istiyorum sadece.
Hepinize hoşgeldiniz diyorum.
Her seferinde bizim ile birliktesiniz, allah razı olsu hepinizden.
Biz Adem ile Havva dan geldik dünyaya.
Birlik yaşamak istiyoruz, beraber olmak istiyoruz hepimizle.
Kavgaları, şavasları istemiyoruz. Allah korusun bügün bizimki yarın başkasının çocukları ölmesin istiyoruz.
Sadece bunu demek istiyorum
Hepinizden allah razı olsun, hayırlı günler size.
Allah razı olsun.

Rede von Melek Bektaş

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

der Mutter von Burak

Rede eines Freundes von Burak

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

Rede eines der jungen Männer, die jungen Leute, die sehr stark unter Druck standen damals:

„Ich begrüße euch auch herzlich, dass ihr zahlreich erschienen seid, so wie jedes Jahr. Es sind jetzt 7 Jahre her und wir sind immer noch auf der Suche nach dem Täter. Die Gefühle der Familie sind sehr sehr sehr sehr schwer zu beschreiben. Es ist eine Mischung aus Angst, eine Mischung aus Enttäuschung, eine Mischung aus Wut.
Und wir hoffen, dass der Täter endlich mal gefasst ist und wir Klarheit haben.
Vielen Dank, dass Sie uns unterstützen, unermüdlich unterstützen.
Wir werden diese Veranstaltung jedes Jahr machen bis der Täter gefasst ist und bis eine Gerechtigkeit zu sehen ist. Dankeschön.“

Rede eines der jungen Männer, die jungen Leute, die damals zusammengehalten haben in den ersten Monaten der Ermordung von Burak, die sehr stark unter Druck standen.
Sie mussten auch Angst haben, dass die Medien nur auf das Bild von Aggressiven Migranten warteten. Sie haben damals sehr besonnen und entschieden sich zusammengetan als Freunde von Burak und sind die Ersten Schritte gegangen um Öffentlichkeit zu schaffen zur Aufklärung des Mordes von Burak.

Rede der Burak-Initiative

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

Rede zu den Ermittlungen zum Mord an Burak Bektaş

Aufklärung

Sieben Jahre sind seit dem Tod von Burak und dem Mordanschlag auf seine Freunde vergangen – sieben Jahre ohne befriedigende Ermittlungen – sieben Jahre ohne Ergebnis! In den letzten Jahren haben wir als Initiative immer wieder gesagt, dass die Ermittlungen im Fall nicht engagiert und nicht mit ernsthaftem Interesse erfolgen.

Insbesondere ist nur unzureichend oder alibimäßig gegen Rechts ermittelt worden. Wir haben von unserer Seite immer wieder mögliche rechte Verbindungen zum Mord thematisiert und mögliche Ausgangspunkte für Ermittlungen gegen Rechts benannt.
- Der Mord an Burak geschah ein halbes Jahr nach der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds NSU. Nicht zuletzt wegen Ähnlichkeiten im Tathergang stand von Anfang an die Möglichkeit im Raum, dass es eine Nachfolge- oder Nachahmungstat gewesen sein könnte.
- Es gab Nazis, die am Abend vor dem Mord an Burak am Rande einer Antifa-Veranstaltung im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt auffielen. Sie erhielten dort in der Nähe Platzverweise von der Polizei und waren im Süden Neuköllns weiter unterwegs.
- Am Abend vor dem Mord an Burak war das jährliche Baumblütenfest in Britz eröffnet worden. Das Baumblütenfest war in den Jahren davor immer wieder Ausgangspunkt von rassistischen Hetzjagden und anderen Vorfällen in Südneukölln gewesen – u.a. war bei einem gewaltsamen rassistischen Angriff auch schon Tilo Paulenz beteiligt.
- Burak wurde am 20. Todestag des Nazifunktionärs Gerhard Kaindl ermordet, der in einer Auseinandersetzung mit Antifaschisten in Kreuzberg umgekommen war. Zum 19. und 20. Todestag hatte es vermehrt Racheaufrufe aus dem Umfeld der NPD und anderer Nazis gegeben.
- Zwischen Februar und Juni 2012 wurde ein 8-seitiger Reichsbürger-Drohbrief auch in Neukölln verbreitet – darin wurde Schwarzen, Migrant*innen, Muslim*innen und Jüd*innen offen mit Mord gedroht.
- Nazis der NPD und von Kameradschaften gedachten mehrmals vor dem Neuköllner Krankenhaus Jürgen Rieger, einem führenden Nazikader, der dort 2009 an einem Herzinfarkt gestorben war. Das geschah in unmittelbarer Nähe des Tatorts des Mordes an Burak. (mehr…)

Rede Burak-Ini auf Türkisch

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

Aydınlatma
 
Burak’ın katledilişinin, arkadaşlarının ise katledilme teşebbüsünün üstünden yedi yıl geçti. Memnun edici bir soruşturmanın yapılmadığı bir yedi yıl. Sonucun olmadığı bir yedi yıl! Geçtiğimiz yıllarda İnisiyatif olarak hep şunu söyledik: Bu cinayet vakasının soruşturması aktif yapılmıyor ve soruşturmanın arkasında ciddi bir ilgi yok. 
 
Özellikle, sağcılar yetersiz soruşturuluyor ya da soruşturulmamaları için mazeret sunuluyor. Biz, kendi adımıza, cinayetle bağlantılı olabileceğini düşündüğümüz sağ bağlantıları dile getirdik ve sağ harekete karşı soruşturma yapılması için olası başlangıç noktalarını söyledik. Burak, nasyonel sosyalist terör örgütü NSU’nun imhasından altı ay sonra katledildi. Yalnızca olayların ilerleyişindeki benzerlikler değil, cinayetin takip edilmemesi ve işleniş şekli de baştan itibaren NSU cinayetlerine benzer bir durum olduğuna işaret ediyordu.
 
Geçtiğimiz yıllarda, faaliyetlerimiz hatırlama odaklıydı. Hatırlama halen bizim için çok önemli ve öyle de kalacak. Ama geçtiğimiz nisan ayından bu yana İnisiyatif olarak cinayetin aydınlatılmasını yeniden odaklanmaya karar verdik. Son 7 yıldaki soruşturmalarla yoğun bir şekilde ilgilendik. Burak’ın ailesi ve şu ana dek cinayeti soruşturan avukatların yanı sıra iki özel soruşturma avukatını ekibimize kattık: Maren Burckardt ve Lukas Theune. Amacımız, bu iki avukatın yeni bir bakış açısıyla dosyaya bakmasını ve avukatlarla ve aileyle bilgi alışverişi yaparak, eleştirimizi bir kez daha soruşturmalar üzerinde yoğunlaştırmak ve soruşturmanın yeniden düzenlenmesi için talepte bulunabilmekti. (mehr…)

Rede der Rechtsanwälte der Familie Bektaş

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

zu den Ermittlungen im Mord an Burak Bektaş und dem LKA Berlin.

Rede vom VVN-BdA

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

zum 7. Jahrestag der Ermordung von Burak Bektaş
VVN-BdA Berlin

Rede von Faruk Arslan

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

ehemals aus Mölln.

Gedenken Mölln 1992

Rede einer Betroffenen aus der Keupstraße

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

Candan hat ihren Ehemann nach dem Bombenanschlag auf die Keupstraße in Köln verloren und berichtet..

Rede der Initiative zur Aufklärung des Mordes an Süleyman Taşköprü

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

Als erstes möchte ich der Familie Bektaş, Verwandten und Freunde von Burak die solidarischen Grüße von Gülüstan Ayaz (Avci), der Witwe von Ramazan Avci und die solidarischen Grüße der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Süleyman Taşköprü übermitteln. Wie teilen Ihre Schmerzen und sind mit euch.
Süleyman Taşköprü ist in Hamburg-Altona/Bahrenfeld aufgewachsen, zur Schule gegangen und hat zuletzt mit seiner Familie in der Schützenstraße einen Lebensmittelladen betrieben. Am 27. Juni 2001 wurde er dort von Mitgliedern des NSU ermordet. Er ist das dritte der zehn NSU-Mordopfer.

Wie bei allen anderen NSU-Morde und wie bei einem Großteil aller in der BRD begangenen rassistischen Morde waren die Ermittlungen zum Mord an Süleyman Taşköprü nicht auf einen rassistischen Hintergrund gerichtet.
Wie in Nürnberg, Köln, München, Kassel, Dortmund, Rostock wurde stattdessen – auch in Hamburg – das Mordopfer und seine Familie durch rassistische Verdächtigungen, frei erfundene Vorwürfe und Lügengeschichten jahrelang diskreditiert. Die Hamburger Beamten, die überwiegend aus der Abteilung zu „Organisierter Kriminalität“ stammten, ermittelten ausschließlich im familiären und migrantischen Umfeld des Opfers. Ein rassistisches Tatmotiv wurde systematisch ausgeblendet. Diese Form der Ermittlung war auch für die Famile Taşköprü eine große Belastung. Der Bruder von Süleyman Taşköprü, Osman Taşköprü, sagt dazu: [zitat] „Wir wurden direkt am Tag des Tods meines Bruders auf dem Polizeipräsidium vernommen, auch später immer wieder. Manche Vernehmungen haben zehn Stunden gedauert. Das war für uns alle als Familie nicht leicht. Dein Bruder oder Sohn ist gestorben und du wirst als Verdächtiger oder Beschuldigter behandelt.“ (weser-kurier.de vom 14.01.2018) (mehr…)

Grußworte von Gülistan Avcı zum 7. Jahrestag der Ermordung von Burak Bektaş an die Familie

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

Ich teile die Schmerzen der Bektaş Familie.
Ich habe das selbe Schicksal erlebt. Das Schicksal wie nur ein abscheulicher Rassismus es zustande bringt.Ich bin sehr traurig darüber, dass ich wegen Krankheit nicht unter euch seın kann und meinen Gefühlen Ausdruck geben kann.

Jeder Verlust ist schmerzhaft, aber der Verlust des eigenen Kindes ist am schmerzhaftesten.

Uns Hinterbliebenen bleibt der Auftrag, trotz des Schmerzes, den Kampf gegen Rassismus zu verstärken.Gegen diese mittelalterliche Ideologie, gegen diese mörderische Weltanschauung müssen wir uns zusammenschließen.

Ich grüße von ganzem Herzen die Bektaş Familie und alle anderen Opferfamilien.
Ich teile eure Schmerzen und bin mit meinen Gedanken bei euch.

---------

Gülistan Avcı´nın Bektaş Ailesine selam mesaji – Burak Bektaş Cinayetinin 7. Yılı

Irkçılık gibi bağnaz ve insanlık dışı bir eylem sonucu, gencecik evlatlarını toprağa vermek zorunda kalan kederli Bektaş ailesinin acılarını, aynı ortak kaderi yaşamış olmanın verdiği en derin hislerimle paylaşıyorum. Sağlık sorunu sebebiyle şuan aranızda olup duygularımı şahsen dile getiremediğim için özürlerimi sunuyorum.

Her ölüm her acı zordur ama evlat acısı hiç bir şeye benzemez başka bir zordur, biz geride kalanlara düşen ise o zorluğun içinde azimle ayakta durup bağnazlık ve cehaletten beslenen Irkçılığa, şuan burada olduğu gibi, hep birlikte karşı koymaktır.

Bektaş ailesine ve diğer bütün mağdur ailelerine derin üzüntülerimi sunuyor acılarını yürekten paylaşıyorum.

Gülistan Avcı

****

Aufruf zur Kundgebung Gedenken an Ramazan Avcı am 21.12.2018 Link / Video von der Kundgebung am Ramazan-Avcı-Platz am 21.12.2018 youtube / Die Ermordung von Ramazan Avci war ein Wendepunkt in der Migrationsgeschichte ZAG-Interview 2011

Grußbotschaft von Ibrahim Arslan

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

für die Gedenkveranstaltung zum 7.Jahrestag der Ermordung von Burak (7.4.2019)

„Sehr geehrte Melek sehr verehrter Ahmet und allen anderen Familien Mitgliedern, liebe Anwesende vielen Dank für die Möglichkeit einer Grußbotschaft,

Ich wäre heute sehr gerne dabei, doch die Umstände haben es mir nicht erlaubt, aber ihr sollt wissen, dass ich mit dem Herzen bei euch bin.
Die Aufklärung des Mordes an Burak werden wir weiterhin in allen Institutionen fordern, wir fordern auch, dass die deutsche Justiz den Mord an Burak genauso behandelt wie ein Mord an einem deutschen blonden Jungen, denn auch wir wissen was für ein Unterschied es in den Ermittlungen macht, wenn ein Deutscher stirbt, bitte nehmen Sie den Fall von Burak genauso sensibel.

Ich möchte auch an die Solidarischen Menschen etwas mitgeben:
Die Familien der ermordeten sind Überlebende, Betroffene, sie sind keine Instrumente die man rausnehmen kann, wenn man sie Grad braucht. Die Familien erwarten Solidarität das ganze Jahr über, nicht nur an einem Tag, denn sie sind in diesem und an allen anderen Fällen die Hauptzeugen des Geschehenen keine Statisten.
Vielen Dank und Solidarische Grüße alles, alles Gute

Ibrahim Arslan“

Rede von Ferat Kocak

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)

gehalten bei der Kundgebung zum 7. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş.

Ferat Kocak ist bei den Linken Neukölln aktiv. Sein Wohnort wurde unter den Augen des VS von 2 bekannten Nazis ausgespäht. Trotzdem wurde er nicht gewarnt und in der Nacht zum 1. Februar 2018 konnte Kocak nur um Haaresbreite verhindern, dass das Feuer auf sein Haus übersprang.

Rede der Registerstelle Neukölln

zum direkt Anhören:

zum Herunterladen: archive.org (mp3 | ogg)
gehalten bei der Kundgebung zum 7. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş.

Was ist ein Register und was kann es leisten?
Ein Register ist eine Dokumentationen von rassistisch, antisemitisch, lbgtiq-feindlich*, antiziganistisch, rechtsextrem und anderen diskriminierend motivierten Vorfällen, die sich in den Berliner Stadtbezirken (Bezirk Neukölln) ereignen.
berliner-register.de/neukoelln