Bei aller Kritik an den der vergangenen 4 Beiträgen halte ich den heutigen Podcast für eine sehr gute Übersicht über die rechten Gewaltstrukturen in einem Berliner Stadteil.
„Normal“ ist, dass Andersdenkende hier im südlichen Neukölln mit dem Tode bedroht werden.
Hinter der beschaulichen Atmosphäre von Britz und Umgebung finden sich organisierte Nazistrukturen, Anschläge, Bedrohungen, Menschen, die nur mit Angst auf die Straße gehen können.
Wer den Beitrag von Philipp Meinhold hört, wird das Geschilderte kaum anders als mit „Terror“ bezeichnen können.
Spätestens seit dem Beginn der Pegida-Bewegung und der Formierung des rechten Mobs der vergangenen Monate in weiten Teilen Deutschlands gehört dieser Terror gegen Linke, gegen Engagierte Bürger_innen und gegen alle, die als fremd definiert werden, nicht nur in Neukölln-Süd zum deutschen Alttag.

Ein Alltag, der von der Mehrheit der Bürger dieses Landes ignoriert wird und von den vermeintlichen Sicherheitsbehörden hingenommen. Politik orientiert sich an den Bedürfnissen der Hassbewegung.

In Deutschland des Jahres 2015 ist Terror, sind Bedrohungen, Übergriffe, Brandanschläge und in der Konsequenz auch mögliche Morde zum akzeptierten Normalzustand geworden.

Gespannt warte ich auf die nächste Folge, die unter anderem der Frage nachgeht, ob die Behörden aus dem NSU „genug“ gelernt haben.

Die 5minütige Sendung kann nachgehört werden unter archive.org / die Audiodatei direkt mp3

Die 20minütige unter archive.org / die Audiodatei direkt mp3

(Übernommen von linksunten.indymedia.org)