Pressemitteilung veröffentlicht am 01.06.2013

NSU-Nebenklagevertreter Yavuz Narin übernimmt Mandat im Fall Burak B. / Akteneinsicht wird verzögert / Initiative kündigt monatliche Mahnwachen an

Der aus dem NSU-Verfahren bekannte Nebenklagevertreter Yavuz Narin übernimmt im Fall Burak B. ein Mandat, um Rassismus als mögliches Tatmotiv zu prüfen. Seit über einem Monat hat er bereits Akteneinsicht beantragt, doch die Ermittlungsbehörden zögern die Weitergabe hinaus.

Peter Paulsen, Sprecher der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak, kritisiert: „Es ist eine Unverschämtheit, dass den Angehörigen des ermordeten Burak eine Akteneinsicht derart erschwert wird. Wir fordern die Staatsanwaltschaft auf, die komplette Ermittlungsakte sofort dem Rechtsanwalt der Familie zu überreichen, um endlich für die nötige Transparenz in dem Fall zu sorgen. Bisher haben sich die Ermittlungsbehörden nicht gerade mit Ruhm bekleckert, sondern der Familie kaum Informationen weitergegeben.“

Nach der erfolgreichen Demonstration mit über 500 Teilnehmenden zum Jahrestag des Mordes an Burak, plant die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak neue öffentliche Aktionen: Zu jedem fünften des Monats wird an wechselnden Orten in Berlin eine Mahnwache in Gedenken an Burak stattfinden. Burak wurde in der Nacht des 5. April 2012 ermordet. Die erste Mahnwache wird am 5. Juni 2013 von 15-18 Uhr vor den Gropiuspassagen in Berlin-Rudow stattfinden.

Peter Paulsen, Sprecher der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak, dazu: „Mit den regelmäßigen Mahnwachen wollen wir die Erinnerung an Burak wachhalten und darauf hinweisen, dass der Täter noch immer nicht gefasst ist. Wir werden den Druck auf die Ermittlungsbehörden erhöhen, Passantinnen und Passanten informieren und hoffen dass der Täter nervös wird und sich stellt. Wir werden auch an unbequemen Orten im Berliner Stadtbild auftauchen: Wir werden nicht schweigen, bis der Mord aufgeklärt ist! Wir werden den Mord nicht vergessen!“

Der aktuelle Ort der Mahnwachen wird immer im voraus auf der Homepage der Initiative und via Facebook veröffentlicht: burak.blogsport.de / www.facebook.com/burak.unvergessen

In der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak haben sich Angehörige und Freunde Buraks, antirassistische und antifaschistische Gruppen und engagierte Personen aus Neukölln zusammengeschlossen.