Aufruf zur Gedenk-Kundgebung am 5. April um 14 Uhr an der Todesstelle in Berlin-Neukölln.

An der Hauswand Oranienstr. 1/Manteuffelstr. 42 direkt am Görlitzer Bahnhof in Berlin hängt seit heute ein 3 × 6 Meter großes Wandbild. Zu sehen ist ein rotes Basecap und die Frage „Ist Rassismus das Motiv? Wir fordern Aufklärung!“ Wir erinnern mit diesem Wandbild an Burak, der vor 3 Jahren in Neukölln ermordet wurde. Der Mörder läuft immer noch frei herum. Wir fordern endlich die Aufklärung dieses Mordes.


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Burak wurde in der Nacht von dem 4. auf den 5. April 2012 in Berlin-Neukölln vor dem Krankenhaus Neukölln erschossen. Der bis heute unbekannte Mörder, ein weißer Mann zwischen 40 und 60 Jahre alt, schoss wortlos in eine Gruppe migrantischer Jugendlicher. Er verletzte zwei Jugendliche lebensgefährlich und tötete Burak.
Nur wenige Stunden vor dem Mord befanden sich mehrere bekannte Neonazis in der Umgebung der Todesstelle. Außerdem jährte sich am 5.April 2012 zum 20. Mal der Tod eines Nazi-Funktionärs, der bei einer Auseinandersetzung mit migrantischen Antifas in Berlin-Neukölln starb.

Es ist bekannt, dass die Berliner Polizei bei der Nazi-Mordserie des NSU mehrere V-Männer im NSU-Netzwerk geführt hat. Deshalb stellt sich für uns die Frage, ob diese Ermittlungsbehörden jetzt ausreichend ein rassistisches Tatmotiv bei der Ermordung Buraks und der versuchten Ermordung der Jugendlichen berücksichtigen?

Bis heute haben die Ermittlungsbehörden keinen Täter gefasst. Offiziell ermitteln sie in alle Richtungen, doch bisher gibt es keine Ergebnisse.
Selbst die Ermittlungen gegen eine Neonazi-Aktivistin, die auf ihrem Facebook-Profil in einem rassistischen Eintrag positiven Bezug auf den Mord nimmt und die Hoffnung äußert, dass der Täter nicht gefasst wird, stellten die Behörden ein.

*Am dritten Jahrestag des Mordes an Burak rufen wir auf zu einer Gedenk-Kundgebung unter dem Motto „Die Angst bleibt. Findet den Mörder!“
am Sonntag 5. April 2015 um 14 Uhr an der Todesstelle (gegenüber dem Krankenhaus Neukölln – Rudower Str. 51).

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