Die Union kurdischer Studierender in Syrien und Deutschland (UKSSD) hat in einer Pressemitteilung vom 12.04.2015 darüber informiert: Als ihr Freund abends in Leipzig eine Straße entlang ging, kamen ihm 3 weiße Menschen entgegen. Einer zog wortlos eine Pistole aus der Jackentasche und schoß aus 2 Meter Entfernung auf ihn. Die Metalkugel blieb in seinem Hals stecken. – Wir sind von der wortlosen Tat entsetzt und haben heute einen kurzen Solidaritätsbrief nach Leipzig geschickt:

Liebe Leute,

mit Bestürzung und Wut haben wir von dem Angriff auf euren syrischen Freund gehört. Wir möchten ihm auf diesem Wege alles Gute wünschen und ihm und euch unsere Solidarität ausdrücken. Wir unterstützen eure Forderung, verstärkt Rassismus als möglichem Tatmotiv bei den Ermittlungen nachzugehen.

Als „Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B.“ fordern wir seit etwa drei Jahren genau dies in einem immer noch ungeklärten Mordfall in Berlin-Neukölln. Nur sechs Monate nach Bekanntwerden des NSU schoss in der Nacht zum 5. April 2012 ein nach Zeugenaussage weißer Täter ohne Vorwarnung in eine Gruppe von fünf Freunden. Alle haben selbst einen oder kommen aus Familien mit sogenanntem Migrationshintergrund. Burak starb noch am Tatort, Alex und Jamal überlebten schwer verletzt. Der Täter verschwand spurlos und ist noch heute immer nicht gefasst.

Wir stehen in engem Austausch mit Burkas Familie. Auch wir fordern beständig die Polizei auf, verstärkt der Frage nachzugehen „Ist Rassismus wieder das Motiv?“ und in Richtung einer möglichen NSU-Nachahmetat zu ermitteln.

Hier findet ihr weitere Informationen über unsere Initiative:
http://burak.blogsport.de/

Wir wünschen eurem Freund und euch viel Kraft und hoffen, dass der/die Täter schnell gefasst werden.

Viele Grüße,
Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B.