Parallel zu einer angemeldeten antirassistischen Kundgebung genehmigt die Polizei kurzfristig eine Nazikundgebung gegenüber von Buraks Todesstelle!
Kommt zur Kundgebung „Für einen Gedenkort Burak Bektaş – Nie wieder Nazikundgebungen an der Todesstelle von Burak!“!

Die Entscheidung der Berliner Versammlungsbehörde ist ein Affront gegen die Angehörigen, die migrantische Community und alle, die sich für die Aufklärung des Mordes an Burak und für einen Gedenkort einsetzen. Sie wird als Provokation empfunden und verunmöglicht ein angemessenes Gedenken an Buraks Todesstelle. Gerade vor dem Hintergrund der staatlichen Politik im Zusammenhang mit dem NSU verurteilen wir dieses Vorgehen aufs Schärfste.
Wir rufen auf, zahlreich zur Kundgebung zu erscheinen, um ein deutliches Zeichen für die Forderung nach Aufklärung des Mordes und einem Gedenkort für Burak zu setzen!

Hintergrund: Am 29. Oktober 2015 demonstrierten Neonazis vor dem Krankenhaus Neukölln – also in unmittelbarer Nähe der Todesstelle von Burak Bektaş. Anlass war der Todestag des NPD-Kaders Jürgen Rieger, der in diesem Krankenhaus 2009 starb. Das wollten wir in diesem Jahr nicht zulassen und meldeten eine Kundgebung an. Jetzt genehmigte die Polizei zwei Tage vor der geplanten Veranstaltung „Für einen Gedenkort Burak Bektaş – Nie wieder Nazikundgebungen an der Todesstelle von Burak!“ gegenüber der Todesstelle von Burak Bektaş eine Kundgebung von Neonazis.

29.10.2016 Rudower Str./Möwenweg (gegenüber dem Krankenhaus Neukölln). Achtung: Neuer Kundgebungsbeginn 10h!

10 Uhr Beginn der Kundgebung
11 Uhr Pressekonferenz zum Auftakt der Aktionswoche „Gedenken und Widerstand“.
Vorstellung Kampagne der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
anschließend Küfa

Weitere Informationen:
Bündnis gegen Rassismus- Aktionswoche 29.10. bis 06.11.2016
Gedenkdemo Berlin 06.11.2016