Archiv der Kategorie 'Allgemein'

5. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş

Wir fordern endlich Aufklärung! Aktionswochen vom 14.2. bis 5.4.

Seit fünf Jahren fordern die Angehörigen von Burak eine Aufklärung dieses Mordes und die Beantwortung der vielen offenen Fragen. Da von der ermittelnden Staatsanwaltschaft weiterhin keine Ergebnisse zu erwarten sind, ist es nach fünf Jahren an der Zeit, dass die Politik ihre Verantwortung wahrnimmt. Deshalb erwarten wir vom rot-rot-grünen Berliner Senat im Hinblick auf den 5. Jahrestag deutliche Bemühungen um Aufklärung. Gleichzeitig schaffen wir mit dem Gedenkort ein unübersehbares Zeichen des Kampfs um Aufklärung, des Zusammenkommens und der Solidarität. Burak Bektaş bleibt unvergessen! Für konsequente Aufklärung!

Pressemitteilung vom 14.02.2017 zu den Aktionswochen

Herzliche Einladung zu den Aktionswochen zum 5. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş:

14. Februar bis 5. April: Spendenkampagne mit Verlosungsaktionen

Zwischen Buraks Geburtstag und dem Jahrestag des Mordes verlosen wir in drei Runden am 24.2., 17.3. und 7.4. verschiedene Freikarten und Geschenke. Der Gedenkort für Burak Bektaş kann nur realisiert werden, wenn sich genug Menschen finden, die bereit sind, dafür zu spenden. Unterstützt den Gedenkort und mit etwas Glück erhaltet Ihr ein Dankeschön! DANKE! TEŞEKKÜRLER! THANK YOU! Mehr Infos

14. Februar: Gedenken zu Buraks Geburtstag

Am 14.2. wäre Burak Bektaş 27 Jahre alt geworden. Am Tag seines Geburtstags werden wir um 16 Uhr zunächst an die Stelle gehen, wo dieser unfassbare Mord stattgefunden hat. Wir bringen Blumen und werden zeigen, dass Burak unvergessen bleibt. Im Anschluss gibt es bei Tee, Kaffee und Kuchen im Anton- Schmaus-Haus (Gutschmidtstraße 37) Gelegenheit zusammenzukommen. Mehr Infos

1. März: Veranstaltung in Kooperation mit dem Museum Neukölln

Gedenken ohne Gewissheit?! Das Museum Neukölln lädt ein zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Gedenkort für Burak Bektaş
Um 19:00 Uhr ins Foyer Kulturstall Britz (Gutshof Britz, Alt-Britz 81).
Mehr Infos / Veranstaltungsflyer

21. März: Veranstaltung in Kooperation mit dem TBB (Türkischer Bund Berlin-Brandenburg)

zum internationalen Tag gegen Rassismus. Mehr Infos folgen

25. März: Beteiligung an der Demonstration gegen rechte Gewalt und Rassismus in Rudow

Mehr Infos folgen

5. April: Feierliche Grundsteinlegung des Gedenkorts für Burak Bektaş

Als Höhepunkt der Aktionswochen wird am 5.4. zum 5. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş feierlich der Grundstein des geplanten Gedenkortes sowie eine Gedenktafel von Familie Bektaş eingeweiht. Wir hoffen dass ihr zahlreich erscheint und planen ein Rahmenprogramm, verschiedene Reden und eine Pressekonferenz. Mehr Infos folgen

Spendenkampagne mit Verlosungsaktionen

Zwischen Buraks Geburtstag und dem Jahrestag des Mordes verlosen wir in drei Runden am 24.2., 17.3. und 7.4. verschiedene Freikarten und Geschenke. Der Gedenkort für Burak Bektaş kann nur realisiert werden, wenn sich genug Menschen finden, die bereit sind, dafür zu spenden. Unterstützt den Gedenkort und mit etwas Glück erhaltet Ihr ein Dankeschön! DANKE! TEŞEKKÜRLER! THANK YOU!

Jetzt spenden: https://www.betterplace.org/p48984



Mehr Infos zum geplanten Gedenkort

Bisher haben wir schon über 25.000 EUR eingenommen. Das ist wundervoll – und wir sagen hiermit Danke! Teşekkürler! Thank You!

Aber leider reicht das noch nicht. Es fehlen noch weitere 25.000 EUR, um den Gedenkort zu finanzieren. Deswegen verlosen wir anlässlich des 5. Jahrestages des Mordes in drei Runden am 24.2., 17.3. und 7.4. verschiedene Freikarten und Geschenke. Dabei gilt: Je eher Ihr spendet, an desto mehr Verlosungsrunden nehmt Ihr teil.

Das wird als Dankeschön an alle, die zwischen dem 14. Februar und 5. April spenden, verlost:

2 × 2 Freikarten Berliner Ensemble 27.2. 19:30 Uhr, Kurt-Tucholsky-Abend
1 × 2 Freikarten Admiralspalast, 28.2. 20 Uhr, Konzert Max Raabe
3 x garantierter Eintritt für je 2 Personen ins Maxim Gorki Theater, 16.3. 20 Uhr, VA zum NSU-Prozess
2 × 2 Freikarten Sophiensaele, 15.4. 18 Uhr, Lucky Trimmer
6 × 2 & 1 × 3 Freikarten für das Museum für Kommunikation Berlin
4 × 2 Freikarten für das Schwule Museum
3 × 2 Freikarten für alle Yorck-Kinos
2 × 2 Freikarten für das Anne Frank Zentrum
2 × 2 Freikarten für das Deutsche Historische Museum
1 × 2 Freikarten für das Kino Krokodil
1 × 2 Freikarten für die Neuköllner Oper
1 × 2 Tagestickets für freien Eintritt in alle Staatlichen Museen Berlins

10 × 1-Monats-Abo junge Welt + aktuelle Ausgabe der Kulturzeitschrift „Melodie & Rhythmus“
10 × 1-Monats-Abo junge Welt + aktuelle Broschüre zur Rosa-Luxemburg-Konferenz
3 × 3-Monats-Abo Jungle World
2 × 6-Monats-Abo Missy Magazine
2 x Jahresabo der iz3w – informationszentrum 3. welt

3 Ausstellungskataloge „Das Ende der Idylle? Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung vor und nach 1933“ vom Museum Neukölln

So geht’s:
Spendet über betterplace:
https://www.betterplace.org/p48984

* Zur Teilnahme brauchen wir Eure Kontaktdaten, damit wir Euch informieren können, falls Ihr etwas gewinnt. Wenn Ihr über betterplace spendet und an der Verlosung teilnehmen wollt, müsst ihr der Weitergabe Eurer Kontaktdaten zustimmen.

… oder direkt auf unser Konto:
Antirassistische Initiative e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE46100205000003039600
BIC BFSWDE33BER
Verwendungszweck: Gedenkort Burak
Spenden sind steuerlich absetzbar.

*Zur Teilnahme brauchen wir Eure Kontaktdaten, damit wir Euch informieren können, falls Ihr etwas gewinnt. Wenn Ihr direkt eine Überweisung auf unser Spendenkonto vornehmt, müsst Ihr im Verwendungszweck zusätzlich Kontaktdaten von Euch angeben.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Unterstützung unserer Spendenkampagne beim Admiralspalast, Anne Frank Zentrum, Berliner Ensemble, Deutsches Historisches Museum, junge Welt, Jungle World, Kino Krokodil, Maxim Gorki Theater, Missy Magazine, Museum für Kommunikation, Museum Neukölln, Neuköllner Oper, Schwules Museum, Sophiensaele, Staatliche Museen Berlin, Yorck Kinogruppe.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Gedenken zu Buraks Geburtstag / Burak‘ın doğum günü anısına

am Dienstag, 14. Februar 2017 um 16 Uhr an der Todesstelle Rudower Straße 48 (gegenüber Vivantes Klinikum Neukölln)

Am 14.2. wäre Burak Bektaş 27 Jahre alt geworden.

Am Tag seines Geburtstag werden wir alle – Freundinnen und Freunde, Familie und Unterstützende – zunächst an die Stelle gehen, wo dieser unfassbare Mord stattgefunden hat. Bis heute wurde der Mord nicht aufgeklärt, es gibt keinerlei Ermittlungsergebnisse. Wir bringen Blumen und werden zeigen, dass Burak unvergessen bleibt. Wir sind traurig und wir sind wütend!

Wir sind nicht bereit zu schweigen und wegzuschauen!
Wir sind nicht bereit hinzunehmen, dass der Mord an Burak unaufgeklärt bleibt! Wir fordern neue Ermittlungen!

Im Anschluss gibt es bei Tee, Kaffee und Kuchen im Anton- Schmaus-Haus (Gutschmidtstraße 37) Gelegenheit zusammenzukommen. Alle sind herzlich eingeladen!

-------

Bugüne kadar olay aydınlatılamadı. Formalite soruşturmalardanda hiç bir sonuç çıkmadı. Çok üzgünüz ve çok öfkeliyiz.

Burak Bektaş‘ın doğum gününde, öldürüldüğü olay yerinde ailesi, arkadaşları ve olayın aydınlatılmasını isteyen gönüllüler olarak onu unutmadığımızı göstermek için toplanacağız.

Burak‘ ı unutmayacağız ve sessiz kalmayacağız.Bu cinayetin faili meçhul kalmasına kesinlikle müsamaha göstermeyeceğiz.

Yeni bir soruşturma açılmasını istiyoruz.

Veranstaltung: Gedenken ohne Gewissheit?!

Podiumsdiskussion zum Gedenkort für Burak Bektaş
Mi, 1. März 2017, 19 Uhr
im Foyer Kulturstall Britz, Alt-Britz 81, U-Bhf. Parchimer Allee

Wir laden Euch herzlich zu unserer Podiumsveranstaltung ein, die wir gemeinsam mit dem Museum Neukölln anlässlich des 5. Jahrestages der Ermordung von Burak organisieren:

Spätestens mit der Selbstenttarnung des NSU vor fünf Jahren und der schrittweisen Offenbarung eklatanter Fehler seitens der Sicherheits- und Ermittlungsbehörden ist deutlich geworden: Deutschland hat nicht nur ein massives Problem mit gewaltbereiten Neonazis, sondern auch mit institutionellem Rassismus.

Nur wenige Monate nach dem Auffliegen des NSU-Komplexes schoss ein unbekannter, nach Zeugenaussagen weißer Mann in der Rudower Straße in Neukölln auf eine Gruppe von fünf Jugendlichen. Zwei der Jugendlichen überlebten schwer verletzt, der 22-jährige Neuköllner Burak Bektaş starb. Bis heute ist diese schreckliche Tat nicht aufgeklärt. Verschiedene Hinweise legen nahe, dass es sich um einen rassistischen Mord gehandelt haben könnte – oder gar um eine NSU-Nachahmungstat. Gewiss ist, dass es sich bei den Opfern um Menschen mit Migrationsgeschichte handelt. Wieder gibt es Kritik an den Behörden, da sie einem rassistischen Tatmotiv nur unzureichend nachgehen: Und somit werden keine Konsequenzen aus den diskriminierenden Vorannahmen und den daraus resultierenden Fehlern gezogen, die bei den Ermittlungen zum NSU so offenkundig geworden sind.

Auf Wunsch der Angehörigen soll nun mit Hilfe eines breiten Unterstützungskreises ein Gedenkort für Burak Bektaş entstehen. Mitten in Süd-Neukölln wird ein Platz in der Nähe der Todesstelle zur Begegnung einladen und eine zentrale Skulptur sowohl an den unaufgeklärten Mord an Burak Bektaş erinnern – als auch an die vielen anderen unaufgeklärten Morde in Deutschland, bei denen es sich um rechte Taten handelt und handeln könnte.

Wie kann man so ein Gedenken begründen, wo doch nichts gewiss ist? Wie bettet sich solch ein Gedenken in eine Gesellschaft ein, in der eine rechtsterroristische Mordserie so lange unentdeckt bleiben konnte? Und wie muss ein Gedenken aussehen, das keinen Schlussstrich zieht, sondern die Erinnerung wachhält, Bewusstsein schafft und aufrüttelt?

Über diese Fragen diskutieren:
- Ulli Jentsch, Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum
- Jan-Christopher Rämer, Bezirksstadtrat für Kultur in Neukölln
- Ibrahim Arslan, Freundeskreis im Gedenken an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992 und Überlebender des Anschlags
- Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş

Moderation: Udo Gößwald, Leiter des Museums Neukölln

„Stille in Neukölln – Der Mord an Burak Bektaş“ 30 minütige SWR2-Sendung

(29:41 min.) link.
von Thilo Schmidt – Sendezeiten beim 2. Sender des Süd-West-Rundfunks Montags bis freitags 10.05 bis 10.30 Uhr und 19.20 bis 20 Uhr

2012 wurde in Berlin-Neukölln der 22-jährige Burak Bektas erschossen. Zwei seiner Freunde wurden schwer verletzt. Der Täter schoss in aller Ruhe, ohne Vorwarnung und verschwand unerkannt in der Dunkelheit. Der Tathergang erinnert an die Morde des NSU. Die Ermittlungen kommen nicht voran. Dem konkreten Hinweis auf einen Mann, der Nazi-Devotionalien sammelte und in der Gegend Schießübungen machte, wurde nicht nachgegangen. 2015 regte sich dieser Mann in einer Bar in Neukölln darüber auf, dass hier „kein Deutsch mehr gesprochen werde“. Am selben Abend erschoss er den Briten Luke Holland. Den Mord an Burak Bektas konnte man ihm nicht nachweisen.

Manuskript zur SWR2 Tandem-Sendung zum Mord an Burak Bektaş PDF-Dokument

Kundgebung gegen Rassismus & Intoleranz

300 bis 400 Menschen versammelten sich Nachmittags am 28.01.2017 gegen Nazis, Rassismus und Intoleranz in Neukölln Britz.
Drei Bilder von der Kundgebung an der Hufeisensiedlung – in Solidarität mit den Menschen deren Autos angezündet, auf deren Arbeitsplatz ein Brandanschlag verübt wurde, deren Scheiben eingeworfen, deren Hauswände mit Morddrohungen versehen wurden.


Geldsammlung für den Buchhändler Heinz J. Ostermann, dessen Auto, genauso wie das Auto des IG Metall-Funktionär Detlef Fendt, in der Nacht auf den 23.01.2017 angezündet und zerstört wurde. Die Versicherung zahlt nicht und er braucht das Auto um seine Buchhandlung aufrecht zu erhalten.

Seit Herbst 2016 wurden über 20 Naziangriffe auf Buchhändler, Gewerkschaftler*innen, vermeintliche Linke und SPD‘ler*innen in Berlin-Neukölln verübt.
Kein einziger Täter wurde verhaftet, genauso wenig wie der Mörder von Burak Bektaş.

Burak Bektaş hat am 14.02.2017 Geburtstag, er wäre 26 Jahre alt geworden.

5 Jahre Mord an Burak Bektaş: Initiative fordert von Berliner Senat politische Konsequenzen

Neuköllner BVV beschließt Einrichtung eines Gedenkortes /
Aktionswochen zum 5. Todestag geplant / Spendenstand 23.000 Euro

Mit der Mehrheit von SPD, Grünen und Linken wurde gegen die Stimmen von CDU, AfD und FDP in der heutigen Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln die Einrichtung eines Gedenkortes für den vor knapp fünf Jahren in Neukölln ermordeten Burak Bektaş beschlossen. Das Bezirksamt Neukölln soll die Grünfläche Rudower Str. Ecke Laubsängerweg für die Einrichtung des Gedenkortes zur Nutzung anbieten. Die Gestaltung der in der Nähe der Todesstelle gelegenen Grünfläche obliegt der „Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş“. Der geplante Gedenkort soll neben dem persönlichen Gedenken daran erinnern, dass die zentrale Forderung der Angehörigen nach konsequenter Aufklärung bis heute nicht erfüllt wurde – und damit den politischen Druck auf die Ermittlungsbehörden erhöhen.

Vom rot-rot-grünen Berliner Senat erwartet die Initiative im Hinblick auf den 5. Jahrestag des Mordes deutliche Bemühungen um Aufklärung:

„Da von der ermittelnden Staatsanwaltschaft weiterhin keine Ergebnisse zu erwarten sind, ist es nach fünf Jahren an der Zeit, dass die Politik ihre Verantwortung wahrnimmt“, so Ulrike Schmidt von der Initiative.

Im Vorfeld des 5. Jahrestages stellt die Initiative deswegen die Forderungen nach politischen Konsequenzen an den Berliner Senat:

  • Transparenz bezüglich des aktuellen Ermittlungstands durch Justizsenator Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen), unter Einbeziehung sämtlicher vorhandener Akten
  • eine nachvollziehbare Überprüfung und Bewertung der bisher geleisteten Ermittlungen
  • eine konsequente Neuausrichtung der Ermittlungen in Richtung eines möglichen rassistischen Motivs unter Einbeziehung der von der Initiative gestellten offenen Fragen
  • eine Umsetzung der parlamentarischen Empfehlungen zum „NSU-Komplex“ in den Ermittlungen zum Mord an Burak Bektaş

Hier zu erklärt Ulrike Schmidt:

„Es ist ein wichtiger Schritt, dass SPD, Grüne und Linke auf Bezirksebene das Gedenken an Burak Bektaş unterstützen, doch auch auf Landesebene müssen Taten folgen, um eine Aufklärung des Mordes voranzutreiben und die nach wie vor vielen offenen Fragen zu beantworten. Das ist die Politik den Angehörigen schuldig“,

Deshalb wird die Initiative hinsichtlich des bevorstehenden 5. Jahrestages des Mordes an Burak Bektaş ihrer Forderung nach Aufklärung offensiv Nachdruck verleihen, um den Berliner Senat zum Handeln zu bewegen. Zwischen dem 14.2. und dem 5.4.2017 und damit in der Zeit zwischen Buraks Geburtstags- und Todestag plant die Initiative öffentlichkeitswirksame Aktionswochen. Höhepunkt wird dabei die Grundsteinlegung für den Gedenkort am 5. April zum 5. Jahrestag des Mordes.

Die Initiative hat in den letzten Monaten bereits über 23.000 Euro für den geplanten Gedenkort gesammelt – weitere größere Spenden sind bereits angekündigt. Unterstützung erhält die Initiative auch durch verschiedene Berliner Kulturstätten, die diverse Freikarten und Gutscheine für die Spendenkampagne zur Verfügung stellen. Diese werden unter allen Spender*innen verlost, die während der Aktionswochen zwischen 14.2. und 5.4. für den Gedenkort und eine konsequente Aufklärung des Mordes spenden.

Gespendet werden kann online auf unserer Aktionswebseite:

www.gedenkort-fuer-burak.org/spenden

Oder per Überweisung auf folgendes Spendenkonto:

Antirassistische Initiative e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE46100205000003039600
BIC BFSWDE33BER
Verwendungszweck: Gedenkort Burak

Alle Spenden sind steuerlich absetzbar.

Für Rückfragen und Interviews stehen wir unter

  • kontakt@gedenkort-fuer-burak.org
  • burak-initiative@web.de

zur Verfügung.

Ulrike Schmidt,

Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş

Kundgebung gegen Intoleranz und Rassismus

Erneuter Brandanschlag in Britz und Rudow.
Samstag, den 28.01.2017 – 15 Uhr – Hufeisentreppe, Fritz-Reuter-Allee 48

In der Nacht zum Montag dem 23. Januar 2017 hat vermutlich die rechte Szene zwei Brandanschläge auf bekannte Neuköllner Gewerkschafter / Antifaschisten ausgeübt. Die Polizei geht von einem politisch motivierten Tatmotiv aus. Betroffen sind der Gewerkschafter und IG Metall-Funktionär Detlef Fendt aus der Hufeisensiedlung und der Rudower Buchhändler Heinz J. Ostermann.

Diese Anschläge ähneln in frappierender Weise den acht Angriffen, die in den letzten vier Wochen in Neukölln von der „Rechten Szene“ geführt wurden. Sie weisen auf einen identischen Täterkreis hin. Offensichtlich hat das gescheiterte NPD Verbot die gewaltorientierten Kräfte in Neukölln enthemmt und ermutigt, mit terroristischen Mitteln Angst und Einschüchterung in der Zivilgesellschaft zu verbreiten. Detlef Fendt und Heinz J. Ostermann erklären übereinstimmend: „Damit werden sie bei uns keinen Erfolg haben!“

Wir solidarisieren uns mit den Betroffenen. Beweisen wir den rechten Gewalttätern, dass wir uns nicht einschüchtern lassen. Zeigen wir Gesicht gegen die Feinde der Demokratie.

Gemeinsam rufen auf: IG Metall-Geschäftsstelle Berlin, IG Metall-Bildungszentrum Berlin, ver.di, Landesbezirk Berlin-Brandenburg, ver.di, Bezirk Berlin, DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg, DGB Kreisverband Neukölln, SPD Neukölln, Bündnis 90/die Grünen Neukölln, Die Linke Neukölln, Die Falken Neukölln, Bündnis Neukölln, Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts, Galerie Olga Benario, Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus, Berliner VVN-BdA

(übernommen von Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts)

Kundgebung gegen AfD-Stadtrat – Aufstehen gegen Rassismus

Auch Neukölln braucht keine AfD

am 25. Januar 2017 um 16 Uhr auf dem Platz vor dem Rathaus Neukölln, Berlin

Im Neuköllner Bezirksparlament (BVV) sitzt auch die AfD mit acht Personen. Sie hat damit das Recht, einen Stadtrat vorzuschlagen und zur Wahl zu stellen. Bisher hat die Mehrheit der Verordneten den AfD-Kandidaten durchfallen lassen. Am Mittwoch, den 25. Januar 2017 steht er wieder zur Wahl.

Deshalb laden wir erneut ein zur Kundgebung vor dem Rathaus Neukölln. Denn auch Neukölln braucht keine AfD und keinen AfD-Stadtrat!

In der AfD arbeiten Nationalkonservative mit völkischen Rassist*innen Hand in Hand. Die AfD hetzt gegen alleinerziehende Frauen, queere Menschen und Andersdenkende. Sie stempelt Migrant*innen, Muslime und Geflüchtete zu Sündenböcken ab. Die Folgen dieses Rassismus und der Hetze spüren die Betroffenen durch zunehmende Gewalt und Anfeindungen – auch in Neukölln. Die geistigen Brandstifter*innen sind unter anderem in der AfD.

Wir stehen ein für eine Gesellschaft, in der alle Menschen ohne Angst leben können – unabhängig von ihrem Glauben, ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Identität. Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

(Übernommen von Bündnis Neukölln – Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt)

Neues zum Gedenkort Burak Bektaş

Die Planungen für den Gedenkort für Burak Bektaş gehen voran. Mittlerweile konnten wir über 20.000 Euro sammeln und machen uns an die Umsetzung des Vorhabens. In einem Treffen mit der Künstlerin Zeynep Delibalta haben wir die nächsten Schritte bis zur Grundsteinlegung zum 5. Jahrestag des Mordes am 5. April 2017 besprochen. Am kommenden Mittwoch wird in der Neuköllner BVV voraussichtlich auch die politische Unterstützung durch den Bezirk Neukölln beschlossen.

Redebeitrag bei der Oury Jalloh Gedenkdemo am 7.1.2017 in Dessau

Heute wird in Berlin an Mahmud Azhar erinnert.
Am 7.1.1990 wurde Mahmud Azhar von Thomas H. lebensgefährlich verletzt, am 5. März verstarb er an den Verletzungen. Die Polizei reagierte auf 2 der Notrufe von Mahmud Azhar nicht, erst als ein Taxifahrer die Polizei rief, reagierte diese. Außerdem lies die Polizei den Täter, den sie direkt nach der Tat verhaftete, wieder laufen. Er konnte so in die DDR zurückkehren. Die Staatsanwaltschaft fand es „unverhältnismäßig“ ein Auslieferungsgesuch zu stellen. Erst nach der Wiedervereinigung konnte so der Prozess im Dezember 1990 gegen den Mörder geführt werden.
Weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft mussten sich hierfür rechtfertigen oder Konsequenzen befürchten.

Bei Oury Jalloh wurden am 7.1.2005 die Polizisten selbst zu rassistischen Mördern. Bis heute ist kein Polizist wegen Mordes angeklagt worden.

Die Straflosigkeit der Polizei in der BRD auch bei Morden ist seit Jahren bekannt. Fast alle Anzeigen gegen Polizeibeamt_innen werden eingestellt und bei Morden durch Polizist_inen keine Ermittlungen gegen sie geführt. Die Straflosigkeit scheint auch für die rassistischen Taten ihrer Familienangehörigen und deren Freunde zu gelten. (mehr…)

Gedenkort Burak Bektaş Anzeigen für euren Blog/Homepage etc.

Anzeige 44 × 60 Millimeter

Auflösung: 100 Pixel / 200 Pixel / 300 Pixel

(mehr…)