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Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) fordert erneut gezielte Ermittlungen im Mordfall Burak Bektaş

Burak Bektaş wurde vor fünf Jahren, am 5. April 2012, auf offener Straße von einem Unbekannten kaltblütig ermordet, seine Freunde Alex und Jamal sind lebensgefährlich verletzt worden. Auch nach fünf Jahren sind die Ermittlungen der Berliner Polizei und der Berliner Staatsanwaltschaft immer noch ergebnislos. (mehr…)

04.04.2017 Grussbotschaft an FAMILIE KUBAŞIK und die Initiative „TAG DER SOLIDARITÄT“ (Dortmund)

Liebe Familie Familie Kubaşık, Angehörige und Freunde, Liebe Unterstützer_innen,
wir gedenken mit ihnen zusammen -heute- Mehmet Kubaşık, der vor 11 Jahren ermordet wurde. Ihnen, die einen geliebten Menschen gewaltsam verloren haben, gilt unser tiefstes Mitgefühl. Ihrem Verlust folgten schmerzvolle und einsame Monate und Jahre. Eine Zeit der Verunsicherung und der Angst. Für Sie, die Angehörigen, war von Anfang an klar: Das war ein rassistischer Mord. Denn alles deutete darauf. Doch wie in allen anderen NSU-Morden setzten sofort rassistische Polizeiermittlungen ein. Eine Verstrickung von staatlichen Stellen und Nazi-Strukturen wirkte über Politik bis Medien. Die Folge des strukturellen Rassismus war, sie wurden alleingelassen. Auch wir standen damals nicht an ihrer Seite. In einem Abstand von nur 2 Tagen erfolgte in Kassel ein weiterer Mord an einem Mann mit migrantischer Herkunft, Halit Yozgat. Sie haben sich aus Dortmund und Kassel als Familien zusammengetan und bereits 2006 mit ihren Demonstrationen „Kein 10. Opfer!“ ihr Wissen auf die Straßen getragen. Bis zum November 2011, dem Auffliegen des NSU, sollten noch 6 Jahre vergehen. Aus Opfern wurde versucht Täter zu machen. Aber Sie haben nicht aufgegeben. Sie haben gekämpft für die Wahrheit und um ihrer Würde wegen. (mehr…)

Am 4. April 2017 wäre Luke Holland 33 Jahre alt geworden

In Gedenken an Luke Holland haben wir wenige Blumen und Lichter an seiner Todesstelle aufgestellt.
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PM Die Anwälte der Familie Bektaş zum 5. Jahrestag der Ermordung Burak Bektaş

Morgen, am 05. April 2017 jährt sich die Ermordung von Burak Bektas zum fünften Mal. Der damals 22-jährige wurde in Berlin-Neukölln auf offener Straße kaltblütig erschossen. Zwei seiner -ebenfalls migrantischen- Freunde wurden schwer verletzt.

Seitdem wartet die Familie Bektas auf Antworten. Wer hat unseren Sohn und Bruder ermordet? Warum wurde Burak um sein junges Leben betrogen? Ist er das Opfer einer rassistischen Tat? Tut die Polizei wirklich alles, um den Mord aufzuklären?

Auch die Öffentlichkeit ist besorgt, ob der anhaltenden Ungewissheit. Gerade in der türkischstämmigen Gesellschaft sorgt der heimtückische Mord für Diskussionen und Ängste. (mehr…)

Presse & Audios zum 5. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş

05.04.2017 neues Deutschland: Zum Fall Bektaş: Strukturen verändern link
01.04.2017 taz: Zerschossene Idylle – Am 5. April 2012 fallen im Süden von Neukölln Schüsse. Ein junger Mann stirbt. link
01.04.2017 taz: Eine Narbe, die nicht heilt – Im Süden Neuköllns soll eine Skulptur an Burak Bektaş erinnern, der dort vor fünf Jahren erschossen wurde. link

Veranstaltungmitschnitt: 21 März – Internationaler Tag gegen Rassismus – Rassismus geht uns alle an! Erinnerst du dich?
(49 min.) link

Veranstaltungsmitschnitt vom 1. März: Gedenken ohne Gewissheit? – Podiumsdiskussion zum Gedenkort für Burak Bektaş
(1:06 h) link

Pressegespräch am 05.04.2017 – Bilanz zum 5. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş im Rathaus Neukölln

05.04.2017 – 10 Uhr // Rathaus Neukölln Raum A461

mit

  • MELEK BEKTAŞ, Mutter von Burak
  • OGÜN PARLAYAN, Anwalt der Familie Bektaş
  • ULRIKE SCHMIDT, Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak
    Bektaş

Am 5. April 2012 wurde Burak Bektaș (22) in Berlin-Neukölln ermordet, zwei seiner Freunde schwer verletzt. Seit nunmehr fünf Jahren fordern die Angehörigen von Burak eine Aufklärung dieses Mordes und die Beantwortung der vielen offenen Fragen.

Bereits am 11. Januar 2016 richtete sich Familie Bektaş mit ihren Anwälten an die Öffentlichkeit. Sie übten massive Kritik an den Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft und der Polizei, da zu wenig in Richtung eines rassistischen Tatmotivs ermittelt wurde. Konsequenzen aus dem Versagen der Ermittlungsbehörden beim rechten Terrornetzwerk „NSU“ scheinen nicht gezogen worden zu sein.

Heute – 5 Jahre nach dem Mord an Burak – zieht die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş gemeinsam mit Familie Bektaş und deren Anwälten Bilanz und fordert politische Konsequenzen aus dem neuerlichen Behördenversagen. Die bisherigen Bemühungen von Politik, Staatsanwaltschaft und Polizei müssen sich einer unabhängigen kritischen Überprüfung stellen und die Ermittlungen müssen neu aufgerollt werden.

im RATHAUS NEUKÖLLN, Raum A 461
Eingang rechts neben der Treppe, mit Fahrstuhl in 4. OG, dort erste Tür rechts.

Trailer zur Kundgebung & Grundsteinlegung an Burak Bektaş 5. Todestag

TRAILER

5. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş

War Rassismus das Motiv?
5 Jahre Ungewissheit – Wir fordern Konsequenzen!

Einladung zur Kundgebung und feierlichen Grundsteinlegung
für einen Gedenkort für Burak Bektaş

Mittwoch, 5. April 18.30 Uhr
Rudower Str./Möwenweg (U Britz-Süd)

Burak Bektaș wurde am 5. April 2012 in Berlin-Neukölln von einem Unbekannten ermordet, zwei seiner Freunde wurden lebensgefährlich verletzt. Sie standen gegenüber des Krankenhaus Neukölln und unterhielten sich, als ein unbekannter weißer Mann gezielt auf die Gruppe Jugendlicher mit sogenanntem Migrationshintergrund zuging und mehrere Schüsse auf sie abfeuerte: Völlig unvermittelt und wortlos schoss er und entfernte sich langsam vom Tatort. Die Überlebenden hatten den Täter noch nie zuvor gesehen. Sie beschreiben die Tat als Hinrichtung auf offener Straße. Ein Vorgang, den wir von den Morden des NSU kennen: Weißer Mann schießt wortlos und ohne Vorwarnung auf Migranten. War der Mordanschlag auf Burak und seine Freunde eine NSU-Nachahmungstat? War der Mörder ein Rassist? Viele Fragen, keine Antworten.

Fünf Jahre nach dem Mordanschlag auf Burak Bektaş und seine Freunde

  • gibt es immer noch keine Gewissheit für die Angehörigen
  • hat die Staatsanwaltschaft keine Ermittlungsergebnisse vorzuweisen
  • wird Rassismus und ein rechtes Tatmotiv nicht ausreichend untersucht
  • werden keine Lehren aus den Ermittlungen zum NSU gezogen
  • herrscht weiterhin große Verunsicherung auf den Straßen Neuköllns – vor allem unter Jugendlichen, die von Rassismus betroffen sind
  • bleibt der Mord an Burak kein Einzelfall: In Berlin gibt es mehrere unaufgeklärte Tötungsfälle, bei denen ein rechtes/rassistisches Motiv möglich ist

Deshalb haben wir jedes Vertrauen in Polizei und Staatsanwaltschaft verloren.

Wir fordern politische Konsequenzen:

  • Eine Offenlegung sowie kritische und unabhängige Überprüfung der bisherigen (nicht)geleisteten Arbeit der Staatsanwaltschaft und Polizei, insbesondere was in Richtung Rassismus (nicht) ermittelt wurde.
  • Neue, gezielte Ermittlungen in Richtung eines rassistischen Tatmotivs: Hinweisen, die auf eine extrem rechte Täterschaft deuten, muss konsequent nachgegangen werden.
  • Transparenz seitens der Polizei gegenüber den Angehörigen des Ermordeten und der Öffentlichkeit.

Nach 5 Jahren Ungewissheit fordern wir, dass die Ermittlungen neu aufgerollt werden!

Kommt am 5. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş zur Grundsteinlegung des Gedenkortes!

Setzen wir gemeinsam ein deutliches Zeichen, dass es so nicht weitergehen kann!

Redebeitrag auf der antifaschistische Demonstration: Jetzt erst recht! Offensiv gegen Nazigewalt und Rassismus – Solidarität mit den Angegriffenen!

am 25.03.2017 in Süd-Neukölln (Berlin)

Am 25.03.2017 demonstrierten über 700 Menschen, gegen Nazigewalt und Rassismus in Südneukölln. – in Solidarität mit den Menschen deren Autos angezündet, auf deren Arbeitsplatz ein Brandanschlag verübt wurde, deren Scheiben eingeworfen, deren Hauswände mit Morddrohungen versehen wurden.
Seit Herbst 2016 wurden über 20 Naziangriffe auf Buchhändler, Gewerkschaftler*innen, vermeintliche Linke und SPD‘ler*innen in Berlin-Neukölln, Kreuzberg und dem Wedding verübt.
Kein einziger Täter wurde verhaftet, genauso wenig wie der Mörder von Burak Bektaş. (mehr…)

5. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş

Wir fordern endlich Aufklärung! Aktionswochen vom 14.2. bis 5.4.

Seit fünf Jahren fordern die Angehörigen von Burak eine Aufklärung dieses Mordes und die Beantwortung der vielen offenen Fragen. Da von der ermittelnden Staatsanwaltschaft weiterhin keine Ergebnisse zu erwarten sind, ist es nach fünf Jahren an der Zeit, dass die Politik ihre Verantwortung wahrnimmt. Deshalb erwarten wir vom rot-rot-grünen Berliner Senat im Hinblick auf den 5. Jahrestag deutliche Bemühungen um Aufklärung. Gleichzeitig schaffen wir mit dem Gedenkort ein unübersehbares Zeichen des Kampfs um Aufklärung, des Zusammenkommens und der Solidarität. Burak Bektaş bleibt unvergessen! Für konsequente Aufklärung!

Pressemitteilung vom 14.02.2017 zu den Aktionswochen

Herzliche Einladung zu den Aktionswochen zum 5. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş:

14. Februar bis 5. April: Spendenkampagne mit Verlosungsaktionen

Zwischen Buraks Geburtstag und dem Jahrestag des Mordes verlosen wir in drei Runden am 24.2., 17.3. und 7.4. verschiedene Freikarten und Geschenke. Der Gedenkort für Burak Bektaş kann nur realisiert werden, wenn sich genug Menschen finden, die bereit sind, dafür zu spenden. Unterstützt den Gedenkort und mit etwas Glück erhaltet Ihr ein Dankeschön! DANKE! TEŞEKKÜRLER! THANK YOU! Mehr Infos

14. Februar: Gedenken zu Buraks Geburtstag

Am 14.2. wäre Burak Bektaş 27 Jahre alt geworden. Am Tag seines Geburtstags werden wir um 16 Uhr zunächst an die Stelle gehen, wo dieser unfassbare Mord stattgefunden hat. Wir bringen Blumen und werden zeigen, dass Burak unvergessen bleibt. Im Anschluss gibt es bei Tee, Kaffee und Kuchen im Anton- Schmaus-Haus (Gutschmidtstraße 37) Gelegenheit zusammenzukommen. Mehr Infos

1. März: Veranstaltung in Kooperation mit dem Museum Neukölln

Gedenken ohne Gewissheit?! Das Museum Neukölln lädt ein zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Gedenkort für Burak Bektaş
Um 19:00 Uhr ins Foyer Kulturstall Britz (Gutshof Britz, Alt-Britz 81).
Mehr Infos / Veranstaltungsflyer / jw & berliner Zeitung zur Veranstaltung / Fotos / Audio – Veranstaltungsmitschnitt

21. März: Veranstaltung in Kooperation mit dem TBB (Türkischer Bund Berlin-Brandenburg)

Filmvorführung und Diskussion anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus und des 5. Jahres des Mordes an Burak mit Vertreter*innen der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş, des Türkischen Bundes
Berlin-Brandenburg (TBB) und des Filmes „Erinnerst du dich?“ in Kooperation mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung.
Dienstag, den 21. März 2017, 18.00 – 20.30 Uhr
Ort: Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung, Sebastianstr. 21, 10179 Berlin
Mehr Infos / Veranstaltungsflyer / Audio – Veranstaltungsmitschnitt

25. März: Beteiligung an der Demonstration gegen rechte Gewalt und Rassismus in Rudow

25. März 2017 | U-Bhf. Rudow | antifaschistische Demonstration: Jetzt erst recht! Offensiv gegen Nazigewalt und Rassismus – Solidarität mit den Angegriffenen!
http://neukoelln.blogsport.de/

5. April: Feierliche Grundsteinlegung des Gedenkorts für Burak Bektaş

Als Höhepunkt der Aktionswochen wird am 5.4. zum 5. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş feierlich der Grundstein des geplanten Gedenkortes sowie eine Gedenktafel von Familie Bektaş eingeweiht. Wir hoffen dass ihr zahlreich erscheint und planen ein Rahmenprogramm, verschiedene Reden und eine Pressekonferenz. Pressegespräch um 10 Uhr im Rathaus Neukölln Raum A 461 / Gedenkkundgebung und Grundsteinlegung um 18:30 Uhr in Berlin-Neukölln-Süd Rudower Straße /Möwenweg

Veranstaltung: 21 März – Internationaler Tag gegen Rassismus – Rassismus geht uns alle an! Erinnerst du dich?

Dienstag, den 21. März 2017, 18.00 – 20.30 Uhr
Ort: Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung, Sebastianstr. 21, 10179 Berlin

Filmvorführung und Diskussion anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus und des 5. Jahres des Mordes an Burak mit Vertreter*innen der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş, des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg (TBB) und des Filmes „Erinnerst du dich?“ in Kooperation mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung.

Der Mord an Burak Bektaş

Am 5. April 2012 wurde der 21-jährige Neuköllner Burak Bektaş von einem Unbekannten erschossen. In der Tatnacht stand Burak mit Freunden und neuen Bekannten an einer Bushaltestelle nah dem Krankenhaus Neukölln, als sich der Täter der Gruppe nährte und vollkommen unvermittelt das Feuer eröffnete. Zwei der jungen Männer überlebten schwerverletzt, doch Burak starb. Auch wenn der Mörder bis heute nicht gefunden wurde, ist ein rassistisches Tatmotiv wahrscheinlich. Nicht nur, weil die Durchführung der Tat an den NSU denken lässt, dessen Selbstentarnung nur wenige Monate zurücklag: So schoss ein weißer Täter auf eine Gruppe als migrantisch zugeschriebener Jugendlicher. Er entfernte sich mit ruhigen Schritten vom Tatort. Wegen dieseR Kaltblütigkeit
fühlten sich die Angegriffenen an eine Hinrichtung auf offener Straße erinnert. Im Kontext der NSU-Morde stellt sich zudem die Frage nach dem polizeilichen Vorgehen. Institutioneller Rassismus zeigte sich damals in den diskriminierenden Vorannahmen, welche die Polizei dazu veranlasste, den Täter vornehmlich unter den Angehörigen der vom NSU-Ermordeten zu vermuten. Von den demütigenden Befragungen und Unterstellungen seitens der Polizei haben viele Angehörigen in Veranstaltungen und Publikationen berichtet. Hat sich seitdem etwas an der Arbeit der Polizei geändert?

In der Nähe des Tatorts entsteht auf Wunsch der Familie Bektaş ein Gedenkort für Burak. Mitten in Süd-Neukölln soll ein kleiner Platz zur Begegnung einladen und eine zentrale Skulptur sowohl an den unaufgeklärten Mord an Burak Bektas erinnern – als auch an die vielen anderen unaufgeklärten Morde in Deutschland, bei denen es sich um rechte Taten handelt und handeln könnte.

Der Film: „Erinnerst du dich?“
26 min, 2016.

Der Film zeigt die Recherche Berliner Jugendlicher zu den Hintergründen der Tat. Durch selbst entwickelte Texte, inszenierte Szene sowie einem selbst kreierten Soundtrack verbinden die Jugendlichen die Rechercheergebnisse mit ihren eigenen Lebenserfahrungen. Dabei erörtern sie grundsätzliche gesellschaftspolitische und philosophische Fragen.

Programm
18.00-18.15 Begrüßung: TBB / Burak Bektaş Initiative / Bildungswerk
18.15-18.30 Redebeitrag zum internationalen Tag gegen Rassismus (TBB)
18.30-18.45 Burak Bektaş Initiative – Präsentation
18.50-19.15 Film: Erinnerst du dich?
19.20-20.00 Podiumsdiskussion mit TBB, Burak Bektaş Initiative und Jugendlichen / Filmmacherin
20.00-20.30 Get together

Datum: Dienstag, den 21. März 2016, 18.00 – 20.30 Uhr
Ort: Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung,
Sebastianstr. 21, 10179 Berlin

Veranstaltungsflyer als PDF / Audio – Veranstaltungsmitschnitt

Fotos von der Veranstaltung am 1. März im Museum Britz

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Spendenkampagne mit Verlosungsaktionen

Zwischen Buraks Geburtstag und dem Jahrestag des Mordes verlosen wir in drei Runden am 24.2., 17.3. und 7.4. verschiedene Freikarten und Geschenke. Der Gedenkort für Burak Bektaş kann nur realisiert werden, wenn sich genug Menschen finden, die bereit sind, dafür zu spenden. Unterstützt den Gedenkort und mit etwas Glück erhaltet Ihr ein Dankeschön! DANKE! TEŞEKKÜRLER! THANK YOU!

Jetzt spenden: https://www.betterplace.org/p48984



Mehr Infos zum geplanten Gedenkort

Bisher haben wir schon über 25.000 EUR eingenommen. Das ist wundervoll – und wir sagen hiermit Danke! Teşekkürler! Thank You!

Aber leider reicht das noch nicht. Es fehlen noch weitere 25.000 EUR, um den Gedenkort zu finanzieren. Deswegen verlosen wir anlässlich des 5. Jahrestages des Mordes in drei Runden am 24.2., 17.3. und 7.4. verschiedene Freikarten und Geschenke. Dabei gilt: Je eher Ihr spendet, an desto mehr Verlosungsrunden nehmt Ihr teil.

Das wird als Dankeschön an alle, die zwischen dem 14. Februar und 5. April spenden, verlost:

2 × 2 Freikarten Berliner Ensemble 27.2. 19:30 Uhr, Kurt-Tucholsky-Abend
1 × 2 Freikarten Admiralspalast, 28.2. 20 Uhr, Konzert Max Raabe
3 x garantierter Eintritt für je 2 Personen ins Maxim Gorki Theater, 16.3. 20 Uhr, VA zum NSU-Prozess
2 × 2 Freikarten Sophiensaele, 15.4. 18 Uhr, Lucky Trimmer
6 × 2 & 1 × 3 Freikarten für das Museum für Kommunikation Berlin
4 × 2 Freikarten für das Schwule Museum
3 × 2 Freikarten für alle Yorck-Kinos
2 × 2 Freikarten für das Anne Frank Zentrum
2 × 2 Freikarten für das Deutsche Historische Museum
1 × 2 Freikarten für das Kino Krokodil
1 × 2 Freikarten für die Neuköllner Oper
1 × 2 Tagestickets für freien Eintritt in alle Staatlichen Museen Berlins

10 × 1-Monats-Abo junge Welt + aktuelle Ausgabe der Kulturzeitschrift „Melodie & Rhythmus“
10 × 1-Monats-Abo junge Welt + aktuelle Broschüre zur Rosa-Luxemburg-Konferenz
3 × 3-Monats-Abo Jungle World
2 × 6-Monats-Abo Missy Magazine
2 x Jahresabo der iz3w – informationszentrum 3. welt

3 Ausstellungskataloge „Das Ende der Idylle? Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung vor und nach 1933“ vom Museum Neukölln

So geht’s:
Spendet über betterplace:
https://www.betterplace.org/p48984

* Zur Teilnahme brauchen wir Eure Kontaktdaten, damit wir Euch informieren können, falls Ihr etwas gewinnt. Wenn Ihr über betterplace spendet und an der Verlosung teilnehmen wollt, müsst ihr der Weitergabe Eurer Kontaktdaten zustimmen.

… oder direkt auf unser Konto:
Antirassistische Initiative e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE46100205000003039600
BIC BFSWDE33BER
Verwendungszweck: Gedenkort Burak
Spenden sind steuerlich absetzbar.

*Zur Teilnahme brauchen wir Eure Kontaktdaten, damit wir Euch informieren können, falls Ihr etwas gewinnt. Wenn Ihr direkt eine Überweisung auf unser Spendenkonto vornehmt, müsst Ihr im Verwendungszweck zusätzlich Kontaktdaten von Euch angeben.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Unterstützung unserer Spendenkampagne beim Admiralspalast, Anne Frank Zentrum, Berliner Ensemble, Deutsches Historisches Museum, junge Welt, Jungle World, Kino Krokodil, Maxim Gorki Theater, Missy Magazine, Museum für Kommunikation, Museum Neukölln, Neuköllner Oper, Schwules Museum, Sophiensaele, Staatliche Museen Berlin, Yorck Kinogruppe.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Gedenken zu Buraks Geburtstag / Burak‘ın doğum günü anısına

am Dienstag, 14. Februar 2017 um 16 Uhr an der Todesstelle Rudower Straße 48 (gegenüber Vivantes Klinikum Neukölln)

Am 14.2. wäre Burak Bektaş 27 Jahre alt geworden.

Am Tag seines Geburtstag werden wir alle – Freundinnen und Freunde, Familie und Unterstützende – zunächst an die Stelle gehen, wo dieser unfassbare Mord stattgefunden hat. Bis heute wurde der Mord nicht aufgeklärt, es gibt keinerlei Ermittlungsergebnisse. Wir bringen Blumen und werden zeigen, dass Burak unvergessen bleibt. Wir sind traurig und wir sind wütend!

Wir sind nicht bereit zu schweigen und wegzuschauen!
Wir sind nicht bereit hinzunehmen, dass der Mord an Burak unaufgeklärt bleibt! Wir fordern neue Ermittlungen!

Im Anschluss gibt es bei Tee, Kaffee und Kuchen im Anton- Schmaus-Haus (Gutschmidtstraße 37) Gelegenheit zusammenzukommen. Alle sind herzlich eingeladen!

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Bugüne kadar olay aydınlatılamadı. Formalite soruşturmalardanda hiç bir sonuç çıkmadı. Çok üzgünüz ve çok öfkeliyiz.

Burak Bektaş‘ın doğum gününde, öldürüldüğü olay yerinde ailesi, arkadaşları ve olayın aydınlatılmasını isteyen gönüllüler olarak onu unutmadığımızı göstermek için toplanacağız.

Burak‘ ı unutmayacağız ve sessiz kalmayacağız.Bu cinayetin faili meçhul kalmasına kesinlikle müsamaha göstermeyeceğiz.

Yeni bir soruşturma açılmasını istiyoruz.

Veranstaltung: Gedenken ohne Gewissheit?!

Podiumsdiskussion zum Gedenkort für Burak Bektaş
Mi, 1. März 2017, 19 Uhr
im Foyer Kulturstall Britz, Alt-Britz 81, U-Bhf. Parchimer Allee

Wir laden Euch herzlich zu unserer Podiumsveranstaltung ein, die wir gemeinsam mit dem Museum Neukölln anlässlich des 5. Jahrestages der Ermordung von Burak organisieren:

Spätestens mit der Selbstenttarnung des NSU vor fünf Jahren und der schrittweisen Offenbarung eklatanter Fehler seitens der Sicherheits- und Ermittlungsbehörden ist deutlich geworden: Deutschland hat nicht nur ein massives Problem mit gewaltbereiten Neonazis, sondern auch mit institutionellem Rassismus.

Nur wenige Monate nach dem Auffliegen des NSU-Komplexes schoss ein unbekannter, nach Zeugenaussagen weißer Mann in der Rudower Straße in Neukölln auf eine Gruppe von fünf Jugendlichen. Zwei der Jugendlichen überlebten schwer verletzt, der 22-jährige Neuköllner Burak Bektaş starb. Bis heute ist diese schreckliche Tat nicht aufgeklärt. Verschiedene Hinweise legen nahe, dass es sich um einen rassistischen Mord gehandelt haben könnte – oder gar um eine NSU-Nachahmungstat. Gewiss ist, dass es sich bei den Opfern um Menschen mit Migrationsgeschichte handelt. Wieder gibt es Kritik an den Behörden, da sie einem rassistischen Tatmotiv nur unzureichend nachgehen: Und somit werden keine Konsequenzen aus den diskriminierenden Vorannahmen und den daraus resultierenden Fehlern gezogen, die bei den Ermittlungen zum NSU so offenkundig geworden sind.

Auf Wunsch der Angehörigen soll nun mit Hilfe eines breiten Unterstützungskreises ein Gedenkort für Burak Bektaş entstehen. Mitten in Süd-Neukölln wird ein Platz in der Nähe der Todesstelle zur Begegnung einladen und eine zentrale Skulptur sowohl an den unaufgeklärten Mord an Burak Bektaş erinnern – als auch an die vielen anderen unaufgeklärten Morde in Deutschland, bei denen es sich um rechte Taten handelt und handeln könnte.

Wie kann man so ein Gedenken begründen, wo doch nichts gewiss ist? Wie bettet sich solch ein Gedenken in eine Gesellschaft ein, in der eine rechtsterroristische Mordserie so lange unentdeckt bleiben konnte? Und wie muss ein Gedenken aussehen, das keinen Schlussstrich zieht, sondern die Erinnerung wachhält, Bewusstsein schafft und aufrüttelt?

Über diese Fragen diskutieren:
- Ulli Jentsch, Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum
- Jan-Christopher Rämer, Bezirksstadtrat für Kultur in Neukölln
- Ibrahim Arslan, Freundeskreis im Gedenken an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992 und Überlebender des Anschlags
- Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş

Moderation: Udo Gößwald, Leiter des Museums Neukölln

Veranstaltungsflyer / jw & berliner Zeitung zur Veranstaltung / Fotos / Audio – Veranstaltungsmitschnitt